Fünf Tipps: So kann "Stoppt die Rechten" gerettet werden

Info-DIREKT hilft Karl Öllingers „Stoppt die Rechten“

Karl Öllinger, Stoppt die Rechten
Bild Karl Öllinger: Info-DIREKT, Hintergrundbild: screenshot von www.stopptdierechten.at

Antifaschismus ist vor allem eines: Eine Möglichkeit Geld zu verdienen und sich dabei in der Öffentlichkeit als „Retter der Demokratie“ zu sonnen. Bisher fehlte es nicht an finanziellen Mitteln im Kampf gegen Rechts. Alleine das Familienministerium in Deutschland fördert den Kampf gegen Rechts und für Demokratie und Vielfalt mit über 100 Millionen Euro. Was passiert, wenn die Geldquellen aus des Steuerzahlers Hand versiegen, sieht man jetzt in Österreich.

von Michael Scharfmüller

Wenn sich nichts mehr ändert, ziehen die Grünen nicht mehr in den Nationalrat ein. Damit wären nicht nur die grünen Abgeordneten und ihre Mitarbeiter arbeitslos, sondern auch die grünen „Kämpfer gegen Rechts“ säßen dann am vertrockneten Brunnen. Allen voran Karl Öllinger und seine Internetplattform „Stoppt die Rechten“, die bisher maßgeblich durch die Grüne Bildungswerkstatt und den Grünen Klub finanziert wurde.

Ziehen die Grünen nach 31 Jahren nicht mehr in den Nationalrat ein, gibt es kein Geld, keine Infrastruktur und keinen Rechtsträger mehr für diese umstrittene Plattform. Karl Öllinger ist ratlos, wie  es ohne „großzügigen neuen Betreiber“ oder „neue politische Struktur“ weitergehen soll. Deshalb schreibt er auf „Stoppt die Rechten“:

„Wir sind dankbar für Vorschläge und Anregungen!“

Fünf Tipps von Info-DIREKT

„Stoppt die Rechten“ versucht zwar seit 2010, den Patrioten in Österreich das Leben schwer zu machen – wirklich gelungen ist es ihnen aber nie. Viele unserer treuen Info-DIREKT-Leser wurden erst durch Öllingers Seite auf uns aufmerksam. Deshalb wollen wir auch nicht nachtragend sein, sondern Karl Öllinger ein paar Tipps geben, wie er das Überleben seiner Plattform langfristig sichern könnte.

Tipp 1: Ehrenamt

Für jemanden, der jahrelang mit Politik gutes Geld verdient hat, ist es wahrscheinlich unvorstellbar, aber es gibt noch Menschen, die aus echter Überzeugung handeln und nicht für jeden Handgriff bezahlt werden müssen. Bei Info-DIREKT werden beispielsweise über 90 Prozent der Arbeiten ehrenamtlich erledigt.

Ein anderes Beispiel dafür sind die zahlreichen freiwilligen Feuerwehren im Land. Dort leisten Freiwillige jedes Jahr tausende Stunden an ehrenamtlicher Arbeit. Vielfach setzen sie dafür nicht nur ihre Freizeit ein, sondern auch ihr Leben aufs Spiel.

Wer sich hochtrabend damit rühmt, die Demokratie und die Menschenrechte zu beschützen, bei dem sollte der „Kampf gegen Rechts“ nicht am fehlenden Geld scheitern. Oder haben sich die selbsternannten Antifaschisten mittlerweile daran gewöhnt, für jeden Schritt bezahlt zu werden?

Tipp 2: Bescheidenheit

Ziehen die Grünen nicht mehr in den Nationalrat ein, fehlt es „Stoppt die Rechten“ an Infrastruktur. Um eine Internetseite zu betreiben, braucht man diese jedoch nicht unbedingt. Wir von Info-DIREKT bringen seit drei Jahren ein Printmagazin heraus und betreiben auf www.info-direkt.eu tagesaktuelle Berichterstattung. Dennoch haben wir kein gemeinsames Büro. Alle Mitarbeiter arbeiten von zuhause aus vor ihren eigenen PCs. Auf Diensthandys und ähnlichen Luxus verzichten wir gerne, schließlich wollen wir uns nicht persönlich bereichern. Jeder Einzelne ist froh, bei Info-DIREKT mitarbeiten zu dürfen, um so einen kleinen Teil zur Verteidigung Europas beitragen zu können.

Tipp 3: Wahrhaftigkeit

Auch Öllingers Bedenken in Sachen Rechtsträger sind leicht aus dem Weg zu räumen, sofern seine politischen Überzeugungen mehr als ein Sonntagsspaziergang sind. Um eine Internetseite zu betreiben, braucht man nur ein Impressum. Öllinger könnte hier also als Privatperson ganz einfach für Abhilfe sorgen. Das von Öllinger befürchtete Klagsrisiko kann ganz leicht durch die Einhaltung der journalistischen Sorgfaltspflicht verringert werden. Das dürfte zwar Neuland für einige Schreiberlinge von „Stopp die Rechten“ sein, lässt sich aber mit Journalismus-Kursen leicht in den Griff bekommen.

Tipp 4: Selbstlosigkeit

Wenn es trotz aller Bemühungen trotzdem mal zu einer Klage kommt (was sich nie ganz ausschließen lässt), kennt Karl Öllinger sicher zahlreiche Juristen, die ihm aus Freundschaft oder ideologischer Verbundenheit behilflich sein werden. Falls das alles nichts nützt, bestünde noch immer die Möglichkeit, für sein eigenes Tun auch selbst zu haften. Als langjähriger Abgeordneter dürfte Öllingers Pension hoch genug sein, um die eine oder andere Rechtsstreitigkeit zu finanzieren.

Tipp 5: Voller Einsatz

Jene Aufgaben, die nicht durch Freiwillige erbracht werden können, und jene finanziellen Mitteln, die Öllinger nicht privat aufbringen kann, können auch anders aufgestellt werden. Nämlich durch Begeisterung. Wir von Info-DIREKT finanzieren uns zum Beispiel durch unsere Abonnenten, kleinere Spenden und Inserate. Um auf diesem Weg Geld zu bekommen, muss man nur eines machen: Seine Leser tagtäglich durch gute Arbeit begeistern. Auf Kosten der Steuerzahler den tollen Hecht zu spielen, funktioniert so zwar nicht mehr. Wenn es Karl Öllinger und seinen Mitarbeitern jedoch wirklich um höhere Ideale geht, dürfte das kaum ein Problem sein.

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hein-tirol

Die wahren „Rechten“ und Faschisten sind doch gerade die Grünen und ihr schwarzer Mob. Man muss sich nur anschauen, wie die fremdes Eigentum zerstören und vor roher Gewalt nicht zurückschrecken. Die SA lässt grüßen. Es ist gut, dass die Grünen aus dem NR entfernt werden. Leider sind die Deutschen bei derer Verbots- und Reglementierungspartei noch nicht so weit.

winston

ein kompliment an die österreicher, dank massenmanipulation in den deutschen medien (nudging), wir wurden tagein tagaus mit systhemkonformen meinungen überschüttet, jegliche kritik in die rechte ecke gestellt, aber das erwachen wird böse, nach heine: denk ich an deutschland in der naccht bin ich um den schlafgebracht.

Nica

Ob dieser Herr überhaupt in der Lage dazu ist auch nur einen einzigen Vorschlag umzusetzen mag ich sehr bezweifeln, lass mich jedoch von ihm gerne vom Gegenteil überzeugen. Das Problem bei solchen Systemnut.en ist, dass sie nur gegen üppige Bezahlung funktionieren oder wenn diese ausbleibt sich lauthals selbst bemitleiden.
Die Info-dierkt-Vorschläge sind jedoch sowohl simpel als auch absolut genial

irmi Kohlegger

Habe sehr gelacht, als ich eure Hilfs-Vorschläge las. Die Grünen und bescheiden… etwas selbst finanzieren… sich auf Bescheidenheit und Wahrhaftigkeit besinnen… die doch nicht!