Gibt es Opfer zweiter Güteklasse?

Fall Kandel entlarvt gutmenschliche Denkmuster

Bildquelle: Facebook 'Der Marsch 2017'

Manch ein Deutscher fühlt sich regelmäßig als Bürger zweiter Klasse, Migranten seien den etablierten Parteien wichtiger. Diverse Beiträge zur immer wachsenden Anzahl an „Einzelfällen“ werden auf sozialen Medien gelöscht. So auch im jüngsten Fall in Kandel, wo eine 15-Jährige in einem Drogeriemarkt von einem afghanischen Asylwerber brutal erstochen wurde. Gerade dieser jüngste Vorfall zeigt dabei, dass in Deutschland mit zweierlei Maß gemessen wird. 

Am 27. Dezember kam es im rheinland-pfälzischen Kandel zum brutalen Mord an der 15-jährigen Mia. Sie hatte die Beziehung zu dem vorgeblich gleichaltrigen Abdul D. abgebrochen, worauf dieser seiner gekränkten Ehre mit einem Mord Luft verschaffte. Bereits vor sieben Tagen berichtete Info-DIREKT über die Ungereimtheiten des Falles. Dieser zeigt ein Versagen der deutschen Asylpolitik. Die öffentlich-rechtliche ARD berichtete erst mit Verspätung über den Fall. Sie versuchte zu rechtfertigen,  es handle sich um eine „Beziehungstat“. Bereits bei der bestialischen Tötung von Maria Ladenburger in Freiburg wurde mit Hinweis auf die „regionale Bedeutung“ in der Tagesschau nicht berichtet.

Ebenso zögerlich fällt traditionell die Reaktion der Politik aus. Schon beim fürchterlichen Anschlag auf einen Weihnachtsmarkt brauchte es ein ganzes Jahr, bis sich das offizielle Deutschland zu einem Gedenken durchrang. Noch zwei Wochen zuvor hatten Angehörige der Opfer in einem offenen Brief moniert, dass nicht kondoliert wurde. Die Muster sind bekannt. Als in Altena im Sauerland ein Bürgermeister bei einer Messerattacke verletzt wurde, nahm SPD-Justizminister schnell die AfD als ‚Mitschuldigen‘ in die Pflicht. In Kandel hingegen warnt der Bürgermeister, Parteikollege von Maas, man dürfe nun keine „Fremdenfeindlichkeit“ aufkeimen lassen.

Fall Kandel sorgt für skurrile medizinische Debatte

Wenn der Fall nicht so ernst wäre, könnte man über eine weitere Farce lachen. Nachdem sich im erwähnten Fall in Freiburg herausgestellt hat, dass der Tatverdächtige in Wirklichkeit viel älter war als angegeben, wurden auch im Fall Mia Rufe nach einer Altersfeststellung laut. Immerhin weist Mias mutmaßlicher Mörder etwa Gesichtszüge auf, die nicht einem 15-Jährige entsprechen. Selbst der Vater der Ermordeten, der den Asylwerber zu vor „wie einen eigenen Sohn“ aufgenommen hatte, zweifelte an dem Alter von Abdul D.

Nun warnt die Bundesärztekammer vor einer Altersfestellung mittels Röntgens. Die Strahlung sei potenziell schädlich, es könne zu einer gesundheitlichen Schädigung des Untersuchten kommen. Dieselbe Bundesärztekammer also, die in einer Leitlinie ausführt, wie schon Säuglinge altersgerecht geröntgt werden können, lehnt dies zur Altersfestellung von papierlosen Asylwerbern ab.

Kritik nicht erwünscht – Kritik wird gelöscht

Besonders schlimm erscheint in diese Umfeld, dass eine ehrliche Trauer nicht erwünscht wird. Als die Bürgerinitiative „Der Marsch 2017“ einen Gedenkmarsch anmeldete, an dem etwa 600 Menschen aufrichtig um Mia trauerten, attackierten Personen aus dem Antifa-Umfeld die Veranstaltung. Für die Leitmedien ein Anlass von „Tumulten beim Gedenkmarsch zu sprechen. Es ist nicht das erste Mal, dass Krawallbrüder aus dem gutmenschlichen Umfeld eine Gedenkveranstaltung für ein Opfer von Migrantengewalt angriffen.

Besonders hart traf es Identitären-Chef Martin Sellner. Dieser hatte sich zum Fall Kandel geäußert und wurde daraufhin prompt von YouTube gesperrt. Offenbar sollen Kritiker an einer verfehlten Einwanderungspolitik mundtot gemacht werden.