Enthüllungen aus einer 2016 erschienen Biographie

„Stille Verschwörung“: Tony Blair, die Massenmigration und das Schweigen

By Chatham House [CC BY 2.0], via Wikimedia Commons

Zwischen 1997 und 2010 kamen Schätzungen zufolge 2,3 Millionen Migranten nach Großbritannien. Wie eine Biographie aus dem Jahr 2016 festhält, war ex-Premierminister Tony Blair maßgeblich an der Masseneinwanderung beteiligt. In den deutschsprachigen Mainstream-Medien konnte man bisher kein einziges Wort über die Enthüllungen des renommierten Journalisten Tom Bower lesen.

Für seine Biographie „Tony Blair: The Tragedy of Power“ aus dem Jahr 2016 interviewte der investigative Journalist Tom Bower laut Bericht des „Telegraph“ mehr als 200 leitende Beamte, ehemalige Minister und Insider. Dabei erfuhr Bower brisante Details aus der Regierungszeit unter Tony Blair. Durch diese Enthüllungen wurden Vorwürfe laut, die den Ex-Premier sogar einer „stillen Verschwörung“ bezichtigten.

Keine Diskussion über Einwanderung

Blair habe laut Bower seine Beamten und Minister angewiesen, über das Thema Einwanderung zu schweigen. In der Öffentlichkeit sollten nicht einmal die „Vorteile der Einwanderung“ diskutiert werden, weil die Wähler „das nicht einmal wollen“. Damit sollte eine offene Debatte verhindert und Kritiker der Masseneinwanderung zum Schweigen gebracht werden.

„Sie wollte, dass wir die Vorteile einer multikulturellen Gesellschaft sehen“

Als die Regierung im Jahr 1999 Probleme mit 350.000 falschen Asylwerbern hatte, verwandelte man sie mithilfe eines Taschenspielertricks einfach zu anerkannten Wirtschaftsmigranten. Diese Haltung zeigt auch eine Aussage von Barbara Roche, Ministerin für Asyl und Einwanderung zwischen 1999 und 2001. Sie habe laut Bower einem leitenden Beamten ihrer Behörde gesagt:

„Asylwerber sollten in Großbritannien bleiben dürfen. Die Rückführung dauert zu lange und ist emotional.“

Stephen Boys-Smith, Leiter der Einwanderungsbehörde, erinnerte sich daran, dass Roche noch mehr Migranten nach Großbritannien holen wollte. „Sie wollte, dass wir die Vorteile einer multikulturellen Gesellschaft sehen.“

2,3 Millionen Einwanderer

Einigen Schätzungen zufolge kamen während der Labour-Regierungszeit von 1997 bis 2010 insgesamt 2,3 Millionen Migranten nach Großbritannien. Selbst 2016 nach Beginn der Asylkrise in Europa bestand Ex-Premierminister Blair auf eine positive Einschätzung der Migration: Einwanderung ist gut für ein Land. Sie bringt frische Energie und verjüngt die Arbeitskräfte.