Im Wasserschloss Aistersheim

Fulminanter Start beim Kongress „Verteidiger Europas“ 2018

Der Rittersaal im Wasserschloss Aistersheim war bis zum Bersten voll.

Schon zu Beginn des patriotischen Kongresses „Verteidiger Europas“ im heurigen Jahr, der wie beim ersten Kongress im Herbst 2016 von Info-DIREKT als Medienpartner begleitet wird, war der große Rittersaal des historischen Wasserschlosses Aistersheim zum Bersten voll. Zu den 350 bis zum letzten Platz gefüllten Sitzplätzen drängten sich noch zusätzlich rund 150 Personen auf Stehplätze, um den Vortragenden aus Publizistik, Politik und Kunst zu lauschen.

50 Jahre 68er Bewegung

Nach der Eröffnung des Kongresses durch Philipp Stein („Ein Prozent“) sprach als erster Redner des politischen Teils am Kongress der Grazer FPÖ-Vizebürgermeister Mario Eustacchio. Die Rede stand im Zeichen des fragwürdigen 50-jährigen „Jubiläums“ der 1968er-Revolution. Messerscharf analysierte er den toxischen Einfluss, den die 68er-Generation immer noch auf unsere Gesellschaft hat. Der schleichenden Marsch durch Institutionen wie Bildung und Verwaltung, der durch das Hereintragen von marxistischer Gleichmacherei und anti-autoritärer Ideologie in die Schlüsselpositionen der Gesellschaft vorangetrieben wurde, habe den Leistungsdrang der Gesellschaft unterminiert.

Die 68er eine Revolution von satten Menschen. Sorglos im Wohlstand aufgewachsen und von der Frankfurter Schule beeinflusst zettelten sie die Revolution der Söhne gegen die Väter an.“

An der Französischen Revolution – speziell an Rousseau – lehnt sich auch der Absolutheitsanspruch der 68er an. Die Menschenrechte wurden zu einem Religionsersatz erhoben, zu einer Art Bürgerreligion. Eine Abkehr von den Dogmen dieser Ideologie dürfe durch soziale Ausgrenzung, quasi einer Exkommunikation aus der Gesellschaft, gestraft werden. Dieser Absolutheitsanspruch findet sich in modernen linken Ideologien wieder.

Der Hass auf das Eigene, auf die eigene Heimat und die eigenen Wurzeln prägten die 68er-Generation. Die Probleme, mit denen Europa derzeit konfrontiert sind, die aufgehaltene Massenmigration aus muslimischen Ländern, sind einen direkte Konsequenz aus dieser Politik.

Wenn sich die zuwandernden Noch-Minderheiten integrieren und sich in die Noch-Mehrheits-Bevölkerung assimilieren, kann diese Entwicklung abgebremst werden. Bei Menschen aus muslimischen Kulturen findet diese Assimilierung nicht statt“, warnt Eustacchio vor zu viel naiver Toleranz. „Wir haben verlernt uns zu wehren.“ Um Europas Kulturen zu retten sei es nötig die Ideen der 1968er-Bewegung zu überwinden, so Eustacchio abschließend.

Souveränes Europa der Vaterländer

Im Anschluss trat der beliebte deutsche AfD-Landesvorsitzende von Sachsen-Anhalt, André Poggenburg, auf. In einer enthusiastischen Rede bekannte er sich zu einem vielfältigen und souveränen Europa der Vaterländer. Ein eine bürokratische EU oder gar die Einführung von „Vereinigten Staaten von Europa“ oder einem Bundesstaat ohne Austrittsmöglichkeit.

„Wer für ein freiheitliches Europa ist, der ist gleichzeitig auch gegen dieses ideologische Konstrukt der Europäischen Union, weil beides sich vollkommen widerspricht.“

Auch die Russlandsanktionen der EU kritisiert Poggenburg scharf. Ein gutes Auskommen mit Russland wäre für ein friedliches Europa essenziell. Man schade damit nur den souveränen Staaten Europas.

Abschließend fasst er die Position der AfD zusammen: „Die EU beruht auf keiner spezifischen europäischen Vision. Sie agiert lediglich als Instrument der USA. Wir lehnen die transatlantische Vereinnahmung ab. Wir vertreten die Interessen Deutschlands!“

Muskalische Untermalung

Im Anschluss folgte die erste künstlerische Einlage des bekannten georgischen Pianisten Georgi Latso, der mit seinen musikalisch-künstlerischen Fähigkeiten das Publikum begeisterte und damit den Übergang zur ersten Pause machte.

Farbattacke auf Verlagsgebäude von „Info-DIREKT“

Ein feiger Anschlag ereilte indes das Haus, in dem der „Info-DIREKT“ Verlag angemeldet ist. Während sich die Organisatoren und Gäste in Aistersheim befanden, feuerten Linksradikale Farbbomben auf die Hauswand des Hofs ab.

Die Hauswand des Info-DIREKT Verlagsgebäudes wurde mit Farbbomben attackiert. Foto: Info-DIREKT

Linzer Vize übt scharfe Kritik

Klare Worte für den feigen Anschlag der Linksextremisten findet der Linzer Sicherheitsreferent und FPÖ-Vizebürgermeister Detlef Wimmer, zieht auch Parallelen zu den Sachbeschädigungen in der Linzer Innenstadt beim ersten Kongress von 2016 und nennt die Täter beim Namen:

„Als im Herbst 2016 der Kongress ‚Verteidiger Europas‘ in den Linzer Redoutensälen stattfand, haben Linksextreme mehrere Gebäude in der Innenstadt beschmiert und erheblichen Sachschaden verursacht – unter anderem am Palais ‚Kaufmännisches Vereinshaus‘.“

„Wohnsitze Andersdenkender aus politischen Motiven so zu beschädigen ist eine besonders verwerfliche Straftat“, mahnt Wimmer.

Armselige Demonstration

Laut Polizeiangaben fanden nur etwa 30-35 Personen den Weg in die Demonstration am Aistersheimer Ortsplatz am Vormittag.

Weitere Berichte von „Info-DIREKT“ zum Kongress folgen.