Kritik an Erdogans Vorgehen gegen Kurden sorgt für Wirbel

Muslime wollten bekannten „Flüchtlingshelfer“ den Mund verbieten

Willkommensklatscher
Symbolbild: pixabay.com (gemeinfrei); Fotomontage: Info-DIREKT

Michael Genner, Obmann des Vereins „Asyl in Not“, setzt sich seit Jahren für Migranten ein. Politiker, die sich kritisch gegen Masseneinwanderung äußerten, beschimpfte er über deren Tod hinaus. Jetzt wären ihm die Geister, die er in Form von zahlreichen Migranten willkommen hieß, fast zum Verhängnis geworden.

Vor der am Samstag in Wien stattfindenden Willkommensklatscher-Demo setzte sich laut Kronen Zeitung eine muslimische Gruppe dafür ein, dass Genner bei dieser Demonstration nicht sprechen dürfe. Grund dafür soll Genners kritische Haltung gegenüber Erdogan sein.

Streit im Lager der Willkommensklatscher

Mit der Forderung den umstrittenen „Flüchtlingshelfer“ den Mund zu verbieten, ist das „Netzwerk Muslimische Zivilgesellschaft“ abgeblitzt. Nun wurde auch der geplante Redebeitrag dieses Netzwerkes gestrichen. Stattdessen wäre nun ein Redebeitrag der „Dokumentations- Beratungsstelle rassistischer Angriffe“ vorgesehen gewesen. Diese „Dokumenationsstelle“ soll jedoch, laut Genner, Überschneidungen mit dem „Netzwerk Muslimischer Zivilgesellschaft“ aufweisen und zudem in Verbindung mit der Facebook-Seite „Osmanische Generation“ stehen.

Aufschlussreich: Schenkt man Genners Ausführungen Glauben, sollen die beiden muslimischen Organisationen über eine Person auch informelle Verbindungen zur „Linkswende“ pflegen.

Schlepper als nützliche Dienstleister

Neben dem bereits erwähnten pietätlosen Nachruf auf Liese Prokop („Die gute Meldung zum Jahresbeginn: Liese Prokop, Bundesministerin für Folter und Deportation, ist tot“) ist Michael Genner bisher einer breiten Öffentlichkeit aufgefallen, weil er Schlepper als „Dienstleister“ bezeichnete, die „eine sozial nützliche Tätigkeit“ verrichten würden.

Den Staat verändern

Bei der Diskussionssendung „Talk im Hangar 7“ im April 2017 auf ServusTV gab Michael Genner, der früher auch für die KPÖ tätig war, offen zu, um was es ihm bei seiner politischen Arbeit geht:

„Wir die NGOs. Wir die Zivilgesellschaft. Wir bauen einen parallelen, einen besseren, alternativen Staat auf!”

Wohin diese Umgestaltung der Gesellschaft führt, hat Genner jetzt am eigenen Leibe zu spüren bekommen. Mit einem besseren Staat hat das nämlich sicher nichts zu tun, wenn Türken und Kurden ihre Konflikte in unsere Heimat importieren.

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