Libanesisch-deutscher Intellektueller verurteilt Einwanderungspolitik

Massenmigration zerreißt das Land und provoziert Rassismus

By Hermann Luyken [CC0], from Wikimedia Commons https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/9/9a/2017.07.22.193820_Imad_Karim_AfD-Informationsveranstaltung_Schriesheim.jpg

Neben Thilo Sarrazin war auch Imad Karim am Hambacher Fest als Redner geladen – Info Direkt berichtete. Einst selbst aus dem Libanon eingewandert, sieht er die Massenmigration der letzten Jahre als massives Problem. Warum tun sich die Deutschen das an? Karim vermutet ihren historischen Schuldkomplex als eine zentrale Ursache.

Wären alle Migranten wie Imad Karim, dann hätten wohl nur sehr wenige Menschen ein Problem mit Einwanderung. Als junger Mann kam er nach Deutschland. Nicht als Flüchtling, wie er deutlich hervorhebt. Er hat ein selbstfinanziertes Studium aufgenommen und abgeschlossen. Nicht einen Tag hat er den  Sozialstaat in Anspruch genommen. Seit 41 Jahren dient er der Gesellschaft als Nettozahler. Sein Erspartes verwertet er derzeit in Prozessen, denn seit er den Islam öffentlich kritisiert, ist er zahlreichen Anfeindungen ausgesetzt. Er verteidigt die deutschen und europäischen Werte damit mutiger als viele, die hier geboren wurden.

Liebe zu Deutschland

Schon in seiner Studienzeit in den 70ern hat ihn irritiert, dass seine Kommilitonen von einem Hass auf die eigene Kultur zerfressen schienen. Der Ungeist der 68er hatte sich im akademischen Milieu bereits festgesetzt.

„Es wirkt, als wollten sie ihre Ahnen ausgraben, um sie noch einmal zu verurteilen.“

Karim indes besuchte Ausstellungen und erforschte die Geschichte Deutschlands. Er habe hier den „Duft der Freiheit“ lieben gelernt, den er für den Rest seines Lebens nicht mehr missen möchte. Die Rassisten, vor denen seine Studienkollegen ihn immer gewarnt hatten, habe er hingegen nie getroffen.

„Natürlich habe ich auch schlechte Menschen kennen gelernt. Aber nicht mehr als in den anderen 50 Ländern, die ich bereist habe.“

„Müssen dieses Land beschützen“

Als Kenner der Geschichte weiß Karim, dass die meisten Oppositionellen Kräfte stets den Umsturz einer Ordnung im Sinne hatten. Deswegen stellt er klar, dass es ihm nicht um einen solchen Umsturz gehe. Ziel ist es, die bestehende aufgeklärte Ordnung zu verteidigen. Nur so können Freiheit, Sicherheit und Wohlstand erhalten werden.

Politik muss sich um Ängste kümmern

Fassungslos wirkt er am Ende der emotionalen Ansprache darüber, dass die Politik die Ängste der Menschen permanent abqualifiziert. In diesem Zusammenhang sei nur an Sigmar Gabriel erinnert, der Demonstranten als „Pack“ beschimpfte. Oder an Angela Merkel, die meinte, wenn sie sich für ihre Grenzöffnung entschuldigen müsse, dann wäre Deutschland nicht mehr ihr Land.

Karims Horizont ist offensichtliche deutlich weiter. Sein Appell an die Politik:

„Menschen müssen ihre Angst nicht begründen. Es reicht, dass sie Angst haben, und die Aufgabe der Politik ist es, sich um diese Angst zu kümmern.“