Erfundene „Todeslager“ in Bosnien dienten als Vorwand für die „Humanitäre Intervention“ in Jugoslawien

Der Kosovo-/Jugoslawienkrieg wurde mit der Begründung geführt, einen Völkermord zu verhindern, bei dem überwiegend die serbische Seite als Täter und die albanische Bevölkerung als Opfer in fast allen Leitmedien dargestellt wurden. Der WDR-Film „Es begann mit einer Lüge“ [1] von Jo Angerer und Mathias Werth zeigte, dass die deutsche Öffentlichkeit massiv belogen wurde, um die dritte Bombardierung Belgrads in einem Jahrhundert zu rechtfertigen. Ein sogenannter „Hufeisenplan“ existierte nicht, sondern war zu Propagandazwecken erfunden worden, das behauptete Massaker im Stadion von Priština fand nicht statt.

Die „Lunte“, mit welcher der Krieg gezündet wurde, war das sogenannte „Massaker von Račak“ [2] am 15.1.1999 mit 45 Toten. Wie die Opfer zu Tode gekommen sind und wer die Verantwortung dafür trägt, ist bis heute nicht restlos aufgeklärt.

Man muss daran erinnern, dass auch der damalige deutsche Außenminister Joschka Fischer mit seiner Äußerung „Ich habe nicht nur gelernt: Nie wieder Krieg. Ich habe auch gelernt: Nie wieder Auschwitz.“ [3] dazu beigetragen hat, den völkerrechtswidrigen Überfall der USA und der NATO auf Jugoslawien und den ersten verfassungswidrigen Kriegseinsatz der Bundeswehr „salonfähig“ zu machen.

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Ein Dokumentarfilm weist nach, dass die Story über die „serbischen Konzentrationslager in Bosnien“ auf gefälschten Bildern beruhte: erfundene „Todeslager“ in Bosnien dienten als Vorwand für die 1992 erfolgte „Humanitäre Intervention“ in Jugoslawien, die mit der Verpflichtung zum Schutz gerechtfertigt wurde. Serbische Auffanglager für bosnische Flüchtlinge wurden der westlichen Öffentlichkeit als „Konzentrationslager“ verkauft, um deren Unterstützung für die geplante Intervention in Jugoslawien zu gewinnen. [4]

Im August 1992 waren Millionen von Menschen entsetzt über Fotos, die angeblich aus einem serbischen Todeslager in Bosnien stammten. Die Story über die Todeslager war aber erlogen. Das Kamerateam des britischen TV-Senders ITN (Independent Television News) hatte aus einem umzäunten Gehege heraus gefilmt und den Eindruck erweckt, die bosnischen Männer (die sich vor dem Zaun befanden) seien in einem mit Stacheldraht umzäunten Lager eingesperrt. Mit manipulierten Screenshots aus dem Videofilm, die viele westliche Medien verbreiteten, wurde die Lügenstory von den serbischen Konzentrationslagern bebildert.

In Wirklichkeit war das „Todescamp“ ein Auffanglager für Flüchtlinge. Die „Fotos“ stammten aus einem Videofilm eines ITN-Kamerateams, das sich einen Tag in Bosnien aufgehalten hat. Der Film wurde in einem Flüchtlingslager in der Stadt Trnopolje [5] gedreht.

Das am häufigsten verbreitete Foto zeigt einen großen, stark abgemagerten Mann mit nacktem Oberkörper und eingefallenem Brustkorb hinter Stacheldraht (vgl. auch unser Beitragsbild). Es war eine Fälschung.

Das wird in einem serbischen TV-Dokumentarfilm nachgewiesen, dessen englisch kommentierte Version den Titel „Judgment!“ (Urteil) [6] trägt und von Jared Israel und Peter Makara produziert wurde.

Schon der Stacheldrahtzaun war eine Inszenierung. In dem Dokumentarfilm wird gezeigt dass sich das ITN-Kamerateam innerhalb eines mit Hasen- und Stacheldraht abgezäunten Lagerplatzes befand und durch den Zaun nach draußen filmte; dadurch erzeugte es den falschen Eindruck, die gefilmten Menschen seien eingesperrt. Wenn es sich tatsächlich um ein Todeslager gehandelt hätte, in dem Menschen ermordet wurden, wäre es sicher nicht nur mit einem 2 Meter hohen Zaun aus Hasendraht gesichert worden, der leicht mit bloßen Händen einzureißen ist.

Das war aber nur der erste schmutzige Trick. Der Film „Judgment!“ zeigt Schritt für Schritt, wie die gefälschten Bilder kreiert wurden. Die Beweise sind so erdrückend, dass die Rechtsanwälte des TV-Senders ITN der Internetfirma, die den Server betreibt, über den für den Film geworben wird [7], mit einer Klage drohten. Die gefälschten Fotos wurden ab dem 6. August 1992 weltweit verbreitet; in Bildunterschriften und Kommentaren wurde Trnopolje mit den Todeslagern der Nazis verglichen.

Die ganze Story war eine faustdicke Lüge. Seit 1992 haben die Mainstream-Medien immer wieder gefälschte Videos und Bilder benutzt, um Interventionen der USA und der NATO auch im Irak, in Syrien, in Libyen und in der Ukraine zu rechtfertigen.

Auch in dem unter YouTube aufzurufenden Video „Serbian Concentration Camp fabrication“ [8] wird nachgewiesen, dass Bilder aus dem ITN-Film den Mainstream-Medien dazu dienten, den Überfall auf einen souveränen Staat als „humanitäre Aktion“ zu beschönigen.

Originalartikel: http://www.globalresearch.ca/the-bosnian-serb-death-camp-fabrication-pretext-for-r2p-humanitarian-intervention-1992-in-yugoslavia/5463541
Deutsche Übersetzung teilweise übernommen von: http://www.luftpost-kl.de/luftpost-archiv/LP_13/LP14115_020815.pdf
[1] „Es begann mit einer Lüge“ – Doku über NATO-Einsatz in Jugoslawien, ARD 2001, https://www.youtube.com/watch?v=MYcRjHX50og

[2] https://de.wikipedia.org/wiki/Massaker_von_Račak
[3] http://www.spiegel.de/politik/deutschland/wortlaut-auszuege-aus-der-fischer-rede-a-22143.html
[4] http://www.globalresearch.ca/the-bosnian-serb-death-camp-fabrication-pretext-for-r2p-humanitarian-intervention-1992-in-yugoslavia/5463541 – deutsche Übersetzung: http://www.luftpost-kl.de/luftpost-archiv/LP_13/LP14115_020815.pdf
[5] https://de.wikipedia.org/wiki/Lager_Trnopolje
[6] https://www.youtube.com/watch?v=xox7TR11evI
[7] http://www.tenc.net/
[8] https://www.youtube.com/watch?v=4xss0Ep1MJM