Paris-Terror: Was wussten die Eliten?

Ein Blindflug endet in den meisten Fällen mit einem Crash. Der Crash von Paris (und das war nicht der finale Crash, sondern der Auftakt) war vorhersehbar. Die politischen Führer haben nichts dagegen getan. Und sie werden auch künftig nichts dagegen tun.

von Florian Meyer

„Wie kann irgendjemand fassungslos sein?“ fragt sich das in den USA angesiedelte „Gatestone Institute“ und äußert sich skeptisch gegenüber der medial vorgetragenen Trauer von Politik und Medien. Die EU-Politiker hätten „eine fast kindliche Verantwortungslosigkeit und mangelnde Führungskraft zur Schau gestellt“. In der Tat: Politik und Medien waren und sind bestens über die katastrophale Sicherheitslage in Europa informiert. Sie berichten nur nicht darüber, da es ihre Aufgabe zu sein scheint, die Massen zu beruhigen.

Experten warnten vor Terror

Am Freitag veröffentlichte Info-DIREKT das Video-Interview mit Major Rudolf Moser, der an der Grenze zu Spielfeld aus militärischer Sicht Stellung bezog. Die Bundesregierung würde auf ganzer Ebene versagen und keinerlei Kontrollen oder Sicherheitsüberprüfungen durchführen. Die ganze Entwicklung würde zwangsläufig im Bürgerkrieg enden. Am Abend dann versetzten weniger als 10 Terroristen Frankreich in den Ausnahmezustand.

Gut dokumentiert ist auch der Umstand, dass die Entscheidungsträger – etwa das österreichische Innenministerium – die Warnungen herunter gespielt und/oder ignoriert haben. Im September veröffentlichte Info-DIREKT die Warnungen von Gert R. Polli, ehemaliger Leiter des österreichischen Verfassungsschutzes. Er warnte ganz konkret vor Anschlägen in Europa. „Wir haben es mit einem sicherheitspolitischen Blindflug bisher unbekannten Ausmaßes zu tun. Befürchtet wird, dass terroristische Akteure auf europäischem Boden auf sich allein gestellt agieren könnten und für die Sicherheitsbehörden bis zum Anschlag unsichtbar bleiben. Genau diese Strategie wird vom IS verfolgt. Der Umstand, dass deutsche und österreichische Sicherheitsbehörden bisher keine belastbaren Hinweise finden konnten, ist daher höchst beunruhigend.“

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IS-Videos auf „Flüchtlings“-Handys

Auch die Warnung, dass Handys mit eindeutigen IS-Terror-Videos und Bildern gefunden wurden und dies nur den Schluss zulassen würde, dass sich solche Terroristen unter den Flüchtlingen befinden würden, wurde ignoriert. Andere Meldungen sprachen von 4.000 IS-Terroristen, welche als Flüchtlinge getarnt nach Europa eingesickert waren.

Nun, nach den Anschlägen von Paris, finden solche Stimmen auch in den Mainstream. Der Direktor des Verfassungsschutzes in Österreich, Peter Gridling, rechnet mit 250 Personen, die sich zum bewaffneten Jihad in Österreich bekennen. Man könne allerdings diese Menschen nicht rund um die Uhr bewachen, sondern müsse Schwerpunkte setzen.

Für Politikwissenschafter Thomas Schmidinger seien die Anschläge nicht überraschend gekommen. Zugleich geht der Dschihadismus-Experte, dessen Forschungsschwerpunkte im Bereich Naher Osten und politischer Islam liegen, davon aus, „dass es nicht die letzten terroristischen Akte des Islamischen Staats (IS) in Europa gewesen sein werden“. Europa stehe „am Beginn eines wahrscheinlich langen Krieges“, IS-Anschläge auf Österreich hält Schmidinger für „durchaus möglich“.

Auch für Sicherheitsexperte Wilmont Franta war das noch nicht das Ende: „Die Ereignisse in Paris, die wohl gewaltige gesellschaftliche Veränderungen herbeiführen werden, sind trotzdem nur die „Ouvertüre zur Operette“. Ein paar Terroristen genügten, um eine Millionen-Stadt, ein Land und auch Europa weiter ins Desaster zu führen. Es sollen aber bereits Tausende IS-Kämpfer eingesickert sein.“

Terroristen reisten als „Flüchtlinge“ ein

Mehrere der Attentäter von Paris dürften als Flüchtlinge getarnt nach Europa eingereist sein. Diese Information gilt als gesichert. Der bei einem der Angreifer gefundene syrische Pass gehöre einem Mann, der Anfang Oktober über die griechische Insel Leros in die EU gekommen sei, teilte die Regierung in Athen am Samstagabend mit.

Konkret handelt es sich um den Pariser Attentäter Ahmad Almohammad, der nachweislich im kroatischen Lager Opatovac registiert wurde, von wo aus er über Ungarn nach Österreich gelangte. Dies bestätigte die Sprecherin des kroatischen Innenministeriums, Helena Biočić, gegenüber mehreren Medien. Für die österreichische Politik natürlich kein Grund die Grenz-Politik zu überdenken:

„Das sind Mutmaßungen, die im Bereich der Spekulation anzuordnen sind“, beschwichtigt Innenministeriumssprecher Karl-Heinz Grundböck.

In Geheimdienstkreisen hält man es allerdings für unwahrscheinlich, dass ein Selbstmordattentäter mit dem Reisepass in der Tasche zu seiner letzten Tat schreitet. In diesem Zusammenhang wird an die Anschläge auf Charlie Hebdo erinnert: Auch damals hatten die Killer „zufälligerweise“ ihre Reisepässe im Fluchtauto vergessen. Bis heute ist unklar, wer die Drahtzieher gewesen sind, die die Killer beauftragt hatten. Russlands Präsident Putin stellte also die auf der Hand liegende Frage: Wer waren die Drahtzieher hinter dem Anschlag? Wem nützt es?

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BRD will Flüchtlinge besser schützen

Ungeachtet der Gefahren, welche unkontrollierte Grenzen aktuell verursachen, gibt sich die österreichische Regierung selbstsicher: Es werde auch weiterhin keine Grenzschließung geben und so wurden auch am Wochenende wieder Tausende beim Grenzübergang Spielfeld in Empfang genommen. Sicherheitsvorkehrungen und erweiterte Finanzmittel gibt es im ersten Schritt wohl nur für die politischen Würdenträger. Wie die tatsächlichen Sorgen der Regierenden verlagert sind zeigt auch die Stellungnahme der deutschen Bundesregierung, welche als eine der ersten Reaktionen auf Paris verlautbaren ließ, dass sie Flüchtlingsheime besser bewachen lassen wolle, aus „Angst vor rechtsextremen Übergriffen“. Die Bundesregierung „befürchtet, dass Rechtsradikale nach den Attentaten von Paris Jagd auf Flüchtlinge machen könnten.“

Was kann also am Montag nach den Terroranschlägen als gesichert gelten?
- Medien und Politik wussten von der latenten Gefahr, sie haben die Europäer aber auf breiter Basis angelogen.
- Die von der Mehrheit der Bürger geforderten Lösungsansätze (wie etwa die Schließung der Grenzen oder die erforderlichen Registrierungen) werden weiterhin nicht umgesetzt.
- Die Überwachung der Bürger wird weiter ausgebaut werden (Mobilfunkgesetzgebung, Internetzensur, etc.), der Terror liefert den nötigen Vorwand.
- Die Behauptung, dass Europa gezielt im Chaos erstickt werden soll, ist nicht länger „Verschwörungstheorie“. Die Politik hätte nun den Gegenbeweis zu erbringen, dass das Chaos nicht gewollt ist. Die Versäumnisse und Handlungen der Politik lassen keinen anderen Schluss mehr zu.
- Will der Bürger Sicherheit, muss er selbst dafür sorgen.

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Weiterführende Artikel, welche ausführlich auf die Gefahrenlage in Europa hingewiesen haben:

http://www.info-direkt.eu/durch-fotos-und-videos-klar-bewiesen-unter-den-fluchtlingen-befinden-sich-zahlreiche-terroristen/

http://www.info-direkt.eu/4-000-is-terroristen-als-fluchtlinge-in-europa/

http://www.info-direkt.eu/fremdenpolizist-zusammenbruch-droht-burgerkrieg-wird-kommen/

http://www.info-direkt.eu/usa-beliefern-neuerlich-mit-waffen/

http://www.info-direkt.eu/geht-gaddafis-dustere-prophezeiung-fur-europa-in-erfullung/

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Beitragsbild: Info-DIREKT.eu mit Paris-Bild by Nitot (Own work) [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0) or GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html)], via Wikimedia Commons