Putin hilft den Europäern: Die Ursachen der Flüchtlingswellen

Über die Ursachen der Flüchtlingswellen wird in der öffentlichen Diskussion gar nicht gerne gesprochen. Was ist nun der Grund für den ungebremste Zustrom von Menschen aus Afrika, dem arabischen Raum und Osteuropa? Den Blick von außen erlaubt sich einmal mehr Russlands Präsident Wladimir Putin: „Hat Europa die Entscheidungen getroffen, die zu dieser Situation geführt haben? Seien wir ehrlich: Diese Entscheidungen kamen aus den USA. Und Europa muss die Konsequenzen hinnehmen.“ (27.07. im Westschweizer Fernsehen)

Informationen, wonach die USA die Schlepper nach Europa bezahlen, würden zur Aussage Putins passen. Den Hinweis des russischen Präsidenten nehmen wir gerne zum Anlass, um folgende Fakten in Erinnerung zu rufen:

Die Angriffe auf den Kosovo, auf den Irak, auf Libyen oder Afghanistan wurden von den USA aus betrieben und initiiert. Überall wo US- und NATO-Bomber angriffen blieb verbrannte Erde und, wie im Falle des Kosovo, flüchten 15 Jahre später die Menschen noch in eine vermeintlich bessere Welt.

Überall wo es Krisen gibt zündeln Geostrategen aus den USA und heizen alle Konflikte an, auch wenn sie nicht „offiziell“ Krieg führen: Die Erwähnung der Terror-Schöpfung ISIS oder die jahrelange Unterstützung syrischer Rebellen sollte genügen, um das Bild der verdeckten Kriegsführung in Erinnerung zu rufen.

Die wirtschaftliche Zerstörung ist die am wenigsten beachtete Variante: Gleich Heuschrecken grasen sie ganze Länder und Regionen ab, bis am Ende ein völlig unwertes Ödland zurück bleibt, wo niemandem verübelt werden kann, dass er von dort fliehen möchte. Das 2007 initiierte Afrika-Kommando der USA (AFRICOM, das Hauptquartier steht in Stuttgart!) hat mittlerweile über ganz Afrika verteilt kleine oder verdeckte Militärbasen errichtet, auch wenn das offiziell vehement abgestritten wird. Warum wohl? Die Rohstoffe Afrikas sind schon lange Objekte der Begierde, vor allem international agierende Konzerne sehen fette Profite beim Schürfen nach Gold, Eisen, Öl, Gas, Diamanten oder Uran. Ein Beispiel welches es auch in westliche Medien schaffte: EU-Konzerne fischen die Küsten vor Nord-West-Afrika leer, was tausenden Fischern dort die Existenz raubt.

Eben so wenig wie das umfangreiche Engagement der USA in der ganzen Welt ist die Bevölkerungsexplosion in Afrika bekannt und noch viel weniger bewusst: 1950 gab es in Afrika rund 220 Millionen Menschen, heute gibt es rund 1 Milliarde Afrikaner. Die Bevölkerung hat sich in 60 Jahren verfünffacht. Bis 2050 wird erneut eine Verdoppelung stattfinden: 2 Milliarden Menschen. 2100 hat sich die Zahl der Afrikaner dann ver-4-facht! Diese Fakten sind seit Jahrzehnten bekannt und von internationalen Organisationen dokumentiert.

Europäische Politiker haben sich bis heute nicht entschieden, wie sie auf all diese Dinge reagieren sollen — oder sie haben sich entschieden, und ihre Entscheidung lautet „Duldung durch Wegschauen“.

(Titelbild kremlin.ru)