Säbelrasseln geht weiter

031025-N-7293M-220 Santa Rita, Guam (Oct. 25, 2003) -- Assisted by the tugboat Fitial, the People's Liberation Army Navy (PLAN) guided missile destroyer Shenzhen (DDG 167) gets underway from Apra Harbor, Guam, following a three-day port call. The PLAN Shenzhen and PLAN oiler Qinghai Hu (AO 885) made the People's Republic of China's first-ever naval port call to Guam. U.S. Navy photo by Photographer's Mate 2nd Class Nathanael T. Miller. (RELEASED)

Mit Superlativen sollte man in der aktuellen Situation vermutlich vorsichtig sein: Die „Washington Post“ jedoch spricht auf ihrer Titelseite von dem größten Flottenmanöver der Geschichte, welches China zusammen mit Russland abhalten will. Insgesamt mehr als 20 Schiffe zusammen mit Anti-U-Boot-Einheiten werden ab dem 28. August vor der Küste Japans und Wladiwostoks das Seemanöver „Joint Sea 2015 II“ abhalten. Es ist bereits die fünfte gemeinsame Flottenübung von Russland und China in den letzten zehn Jahren.
Die erste russisch-chinesische „Joint Sea 2015″-Übung fand im April im Mittelmeer statt. Der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu sagte bereits Ende letzten Jahres, dass China und Russland die militärische Zusammenarbeit und Ausbildung zukünftig verstärken werden aufgrund der zunehmend aggressiveren Außenpolitik der USA.
Russische Medien betonen zudem, dass die chinesische Marine das erste Mal an einer gemeinsamen Marineübung im Japanischen Meer und vor der koreanischen und russischen Pazifikküste teilnehmt. Chinas staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete diese Woche, dass sieben chinesische Kriegsschiffe den Hafen von Qingdao Richtung Japanisches Meer verlassen haben, wo sie sich mit den russischen Marineeinheiten treffen werden. Geübt werden soll vor allem die gemeinsame U-Boot-Abwehr, die Luftverteidigung und Strandlandungen von Truppen.
Als Reaktion auf das gemeinsame russisch-chinesische Flottenmanöver versetzten die USA ihre Pazifikflotte in Alarmbereitschaft …

Beitragsbild: Wikimedia Commons; BY CC 3.0