Schnelles russisches Vorgehen überraschte den Westen

Die westlichen Geheimdienste waren offensichtlich vollkommen überrascht von dem schnellen und rigorosen Vorgehen der russischen Streitkräfte in Syrien. In einem Beitrag für die Huffington Post schrieb Alastair Crooke, ehemaliger hochrangiger Mitarbeiter beim britischen Geheimdienst MI6, dass das schnelle Vorgehen der Russen auch ein Grund sei, warum der Westen so panisch reagiere und versuche, mit durchsichtigen PR-Manövern, die Russen zu diskreditieren.

Laut Crooke führt Russlands prompter Einsatz der ganzen Welt die Schwerfälligkeit der NATO und der USA vor Augen. „Jahrzehntelang hat die NATO keine Rivalen gehabt und durfte eigenmächtig über Krieg und Frieden entscheiden“, so Crooke weiter. Dem Nordatlantik-Bündnis sei egal gewesen, was andere Länder über fragwürdige Einsätze dachten. Auch wenn die zerstörerische Kraft der NATO offensichtig sei, sei ihr strategischer Vorsprung durchaus fraglich.

Unterdessen versuchen die USA, den Russen zu unterstellen, sie griffen gar nicht den IS an, sondern „gemäßigte“ Rebellen, die gegen die Regierung von Baschar al-Assad kämpften. Die Russen widerlegen diese Behauptungen ala gezielte Desinformationen, indem sie immer wieder Videos von ihren Luftangriffen gegen IS-Stellungen veröffentlichen. Gleichzeitig verhalten sich die USA immer ungeschickter, wenn es um die Verfälschung von Nachrichten und Informationen geht. So blamierte sich etwa jüngst der Sprecher des US-Außenministeriums, Mark Toner. In einer Pressekonferenz sagt er: „Nichts deutet darauf hin, dass Russland den IS angreift.“ Auf kritische Nachfragen von Journalisten, worauf seine Aussage beruht, denn Städte wie Rakka oder Idlib hatten die US-Amerikaner kürzlich noch selbst angegriffen, kam Toner sichtlich in Bedrängnis.

Beitragsbild: Verteidigungsministerium der Russischen Föderation; http://eng.mil.ru/en/multimedia/photo/gallery.htm?id=25501@cmsPhotoGallery