Syrien: eine neuerliche „False Flag“-Operation aufgedeckt!

Special Forces der britischen Luftwaffe sollen „verkleidet als IS-Rebellen“ in Syrien gegen Assad kämpfen

Am 2. August titelte der britische Sunday Express [1]: „SAS dress as ISIS fighters in undercover war on jihadis“ („Special Forces der britischen Luftwaffe verkleiden sich im verdeckten Krieg gegen die Dschihadisten als Kämpfer des ‚Islamischen Staates‘“)

Im einzelnen heißt es in dem Bericht:

„Mehr als 120 Mitglieder des Elite-Regiments befinden sich bereits in dem vom Krieg zerrissenen Land, sind in schwarz gekleidet und schwenken die Fahnen des ‚Islamischen Staates‘. Sie sind Teil der sog. „Operation Shader.“ – Was nichts anderes bedeutet, als dass diese britischen Elitetruppen Angriffe auf syrische Ziele unter dem Vorwand der Bekämpfung des ‚Islamischen Staates‘ führen sollen!

Es ist durchaus möglich, dass auch US-Spezialeinheiten und CIA-Agenten in verdeckter Weise an derselben Operation teilnehmen. Die gemeinsame Operation erinnert an den von Obama angezettelten Krieg gegen Libyen, wo Großbritannien die sog. Special Forces Support Group (SFSG) zum Einsatz brachte, nämlich mehrere hundert Fallschirmjäger, welche dem SAS (Special Air Service) bzw. dem SBS (Special Boat Service) angehören.

Erst vor zwei Wochen war bekannt geworden, dass ​​Premierminister David Cameron bereits im vergangenen Jahr die Beteiligung von britischen Kampfflugzeuge bei US-Bombardements in Syrien genehmigt hatte, und zwar trotz einer klaren Ablehnung durch das britische Parlament im August 2013.

Auch die aktuelle geheime Bodenoperation findet zumindest teilweise unter US-Kommando statt. Es geht um sog. „Smash Units“, die in Pickup-Trucks unterwegs sind und über Mini-Drohnen verfügen, mit welchen das Terrain für Angriffsziele der Luftwaffe sondiert werden kann.

Laut Sunday Express sind ferner über 250 Spezialisten aus Großbritannien (und vermutlich auch aus USA) an der Operation beteiligt, um die Kommunikation zwischen den Spezialeinheiten zu unterstützen.

Die Zeitung zitiert dazu eine Aussage des britischen Verteidigungsministers Michael Fallon: „Die britischen Maßnahmen und Überwachungstätigkeiten sollen es anderen Ländern ermöglichen, Kapazitäten für den Kampf gegen Syrien freizumachen.“

Spezialeinheiten der britischen SAS trainieren derzeit in Saudi-Arabien Terroristen, die gegen die Truppen von Syriens Präsident Assad kämpfen sollen. Ähnliche Tätigkeiten verfolgen auch US-Agenten – und zwar in der Türkei, in Jordanien, in Katar und vielleicht auch in Israel.

Die Wahrheit ist jedoch: die immer wieder vorgebrachten Behauptungen, es ginge um die Ausbildung sogenannter „gemäßigter“ Rebellen, sind nichts anderes als eine Nebelwand, um die direkte Zusammenarbeit der USA und Großbritanniens mit den Terroristen des ‚Islamischen Staates‘ zu verschleiern: diese werden im Ausland geschult, bewaffnet und von dort aus finanziert; von dort aus werden sie nach Syrien eingeschleust, um dort gegen Assad zu kämpfen. Die nunmehrigen Luftangriffe der USA, Großbritanniens und Kanadas dienen somit zu ihrer Unterstützung, ebenso wie die geheimen Kommandoeinsätze auf dem Boden!

Was in der britischen Pressemeldung ebenso ungesagt bleibt: die syrische Armee, gegen die diese Angriffe geführt werden sollen, ist das Heer eines souveränen Staates, mit dem sich weder Großbritannien noch die USA im Krieg befinden.

US-Luftangriffe in Syrien zum Schutz von „gemäßigten Rebellen“?

Ein weiterer Artikel im amerikanischen Wall Street Journal[2] berichtet über US-Luftangriffe zur Unterstützung von (gar nicht existierenden) „gemäßigten“ Rebellen – in Wirklichkeit handelt es sich dabei wohl um IS-Terroristen, welche quasi als US-Fußsoldaten gegen Assad kämpfen.

Der kryptische Titel: „U.S. to Defend New Syria Force From Assad Regime“ („Die USA werden die neue syrische Streitmacht gegen das Assad-Regime verteidigen“).

Deutlicher wird dann schon der Untertitel:

„Präsident Barack Obama hat Einsätze der Luftwaffe genehmigt, um eine neue von den USA unterstützte Streitmacht in Syrien zu verteidigen, wenn diese von syrischen Regierungstruppen oder andere Gruppen angegriffen wird, was zu einer Erhöhung des Risikos führt, dass das amerikanische Militär in einen direkten Konflikt mit dem Regime von Präsident Bashar al-Assad hineingezogen wird.“

Der von Washington offensichtlich autorisierte Bericht des Wall Street Journal klingt bedrohlich nach einer Neuauflage des Vorspiels zum Libyen-Krieg („Libyen 2.0″).

Obama soll zu seinem nunmehrigen Schritt ermutigt worden sein, als „Präsident Putin Ende Juni mit ihm in einem Telefonat über Syrien gesprochen habe.“

Wörtliches Zitat von Obama: „Ich denke, dass sie (die Russen) nun gemerkt haben, dass das Assad-Regime immer mehr Terrain in Syrien verliert und dass die Chancen für eine Machtübernahme der Dschihadisten bzw. für einen Sturz des syrischen Regimes immer größer werden. Das bietet uns die Möglichkeit, mit den Russen ein ernsthaftes Gespräch zu führen.“

Auch der Sprecher Putins Dmitri Peskow hatte bestätitgt, dass die beiden Präsidenten über die Bekämpfung des Terrorismus sprachen – vorrangig allerdings über die Bekämpfung des „Islamischen Staates“. „Die russischen Positionen sind bekannt“, erklärte Peskow. „Sie wurden von Putin gegenüber Obama während ihrer Aussprache neuerlich bekräftigt“. Dies klingt natürlich ganz anders als die nunmehrige Verlautbarung aus Washington.

Putin lehnt eine Einmischung von außen, egal von wem, in die inneren Angelegenheiten anderer Staaten entschieden ab. Er unterstützt zugleich das souveräne Recht der Syrer und anderer Völker, ihre eigene Regierungen und Parlamente zu wählen.

Juri Uschakow, ein Mitarbeiter von Präsident Putin, erklärte dazu: „Wir betrachten die derzeitige Führung Syriens als eine der realen und wirksamen Kräfte im Kampf gegen den ‚Islamischen Staat‘.“

Die russische Unterstützung für Assad scheint somit ungebrochen zu sein.

[1] http://www.express.co.uk/news/uk/595439/SAS-ISIS-fighter-Jihadis
[2] http://www.wsj.com/articles/pentagon-to-defend-new-syria-force-from-assad-regime-others-1438549937

Beitragsbild: SAS-Patrouille in Nordafrika während des Zweiten Weltkriegs. Bildquelle: Imperial War Museum (Public Domain); https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Special_Air_Service_in_North_Africa_E_21337.jpg