USA beliefern IS neuerlich mit Waffen

Während Russland zahlreiche militärische Erfolge in Syrien feiern kann, welche die USA in monatelangem „Anti-Terror-Einsatz“ nicht einmal annähernd vorweisen konnten, werfen die USA erneut Tonnen von Kriegsgerät und Waffen in Syrien ab. Russlands Außenminister Sergej Lawrow hat die USA für ihre Waffenabwürfe über syrischem Territorium kritisiert. „Wo landet das alles?“, fragte Lawrow am Dienstag und gab seiner Vermutung Ausdruck, dass die US-amerikanischen Waffen direkt in die Hände des „Islamischen Staates“ gelangen — „wie zuvor die Toyota-Trucks, die die Amerikaner damals an die Opposition‘ geliefert hatten und jetzt vom IS gefahren werden“.

Neben der offenen Waffenlieferungen wird auch medial gegen das Vorgehen Russlands in Syrien gefeuert. So sah sich die russische Botschaft in Wien bereits letzte Woche dazu veranlasst folgenden Kommentar im Propagandakrieg geen Russlands Anti-Terror-Einsatz zu verfassen:

‪‎Propagandakrieg‬. Wie es funktioniert. Ein ganz einfaches Schema.

Seit dem Beginn des russischen Antiterror-Einsatzes in Syrien wurde von bestimmten Staaten, die um ihre geo- und machtpolitischen Interessen im Nahen Osten fürchten, die sie seit Jahren mit militärischen Mitteln durchzusetzen versuchen, eine großangelegte ‪Desinformationskampagne‬ gegen Russland gestartet.

Dabei kann man beinahe alle ‪Propaganda‬-Publikationen und Fernsehbeiträge nach einem ganz einfachen Schema zerlegen. Probieren Sie selbst.

Schritt 1
Zuerst kommt ein Statement von irgendeinem «offiziellen Vertreter» (oder Interessensvertreter) dieser Staaten über die «wahren Ziele» der Antiterror-Operation ‪Russland‬’s in Syrien: ‪Moskau‬, aber wörtlich sehr oft auch Präsident ‪Putin‬ persönlich, greift nicht den ‪‎IS‬ und andere Terroristen an, sondern die «gemäßigte syrische ‪Opposition‬». Oder am besten gleich Zivilisten und Kinder.

(Übrigens bist jetzt gibt es keine Beweise und Bestätigungen für die zivilen Opfer bei russischen Luftangriffe gegen IS-Terroristen, über die vor fast einer Woche so einstimmig berichtet wurde. Aber kein Wunder).

Das ist meistens die «Nachricht», die für das Publikum bestimmt ist. Nicht mehr…

Schritt 2
Zeitungen, Magazine, Agenturen veröffentlichen Artikel, in denen diese ungeprüften Statements zitiert und zu einem «Ereignis» selbst gemacht werden. Schreiende Titel und Überschriften, das versteht sich von selbst, gehören dazu und dürfen nicht fehlen. Als Bekräftigung werden «Meinungen» und «Aussagen» aus namentlich nicht genannten «diplomatischen und militärischen Kreisen» angeführt. Sätze über westliche «Zweifel» oder «zahlreiche Beschuldigungen und Vorwürfe» sind auch gängig.

Dass die meisten von diesen Statements später andere «offizielle Vertreter» nicht bestätigt können, manche sogar dementieren sie, wird natürlich bei der nächsten Publikation nicht erwähnt.

Die skrupellosesten ‪‎Medien‬, die sich schon lange nicht um ihre Reputation kümmern, verwenden gefälschte oder bei einem anderen Ereignis gefilmte Foto- und Videomaterialien.

Es ist alles ganz einfach…