Waffenindustrie profitiert vom neuen Kalten Krieg

Der Kampfpanzer Leopard 2 A6 beim Vorueben der Informationslehruebung Heer am Ausbildungszentrum Munster beim scharfen Schuss.

Während die Landwirtschaft und andere Wirtschaftszweige unter den Russland-Sanktionen leiden, gibt es einen Industriebereich, der auch weiterhin gute Geschäfte macht: die Rüstungsindustrie. Deutschland ist nach den USA, Russland und China der viertgrößte Rüstungsexporteur der Welt. Bis vor kurzem hatte die deutsche Rüstungsindustrie noch mit rückläufigen Verteidigungsausgaben in Europa zu kämpfen, doch nun profitiert sie von den Auswirkungen der Ukraine-Krise.
Östliche EU- und Nato-Mitglieder haben offenbar konkretes Interesse an schwerer Rüstungstechnik „Made in Germany“ signalisiert. Die Kämpfe im Osten der Ukraine haben die Politiker dazu bewogen, neue Investitionen in Militärtechnik zu tätigen, um mögliche Übergriffe auf ihre Länder abzuwehren.
Die deutsche Rüstungs-Industrie erweist sich damit als Profiteur in einer Krise, die die zivile deutsche Wirtschaft in große Bedrängnis gebracht hat: Die deutsche Wirtschaft meldet bereits im Monats-Rhythmus Einbrüche bei den Exporten und fordert von der Bundesregierung immer lauter einen sofortigen Kurswechsel und das Ende der Sanktionen. Zuletzt hatten sich die Bauern dem Protest angeschlossen und Steuersubventionen für die politisch verursachten Umsatzausfälle gefordert.
Sowohl in Deutschland als auch in den baltischen Staaten und Polen hat die Ukraine-Krise dazu geführt, dass die militärischen Bestände einer Überprüfung unterzogen werden. Der Fokus der Rüstungsinvestitionen liegt dabei auf den Landstreitkräften, vor allem auf Panzern und gepanzerten Fahrzeugen.

Beitragsbild: Wikimedia Commons; CC BY 2.0, flickr.com/Bundeswehr-Fotos