US-Friedensrat: „Der Westen betreibt massive Propaganda gegen Assad“

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Der Ableger des Weltfriedensrates schickte eine Delegation nach Syrien und stellte fest: Der Westen betreibt massive Propaganda gegen Assad zugunsten eines „regime change“.

Um sich ein unvoreingenommenes Bild vom Bürgerkriegsland zu machen, schickte der „US Peace Council“ eine Delegation nach Syrien. Sie sprach mit Präsident Assad, syrischen Staatsbeamten, Vertretern der Handelskammer, Studentenorganisationen, dem Gesundheitsministerium, verschiedenen Religionsgemeinschaften, NGOs sowie der unbewaffneten syrischen Opposition. Nun präsentierten sie im UN-Hauptquartier in New York die Ergebnisse.

Massive Propaganda gegen Assad

Der US-amerikanische Ableger des Weltfriedensrates (WPC) kam zu dem Schluss, dass der Westen eine massive Propaganda gegen das Assad-Regime betreibt. „Wir sehen hier dieselben Muster wie bei anderen Invasionen. Die Führung eines Landes wird dämonisiert, was dann als Entschuldigung verwendet wird um sich in die inneren Angelegenheiten eines Landes einzumischen,“ berichtete ein Mitglied der Delegation.

Die USA habe es innerhalb mehrerer Jahrzehnte immer wieder geschafft Menschen davon zu überzeugen, dass der Sturz einer fremden Regierung aus humanitären Gründen notwendig sei. Der Sturz werde jedoch nicht auf Grund von Menschenrechtsverletzungen eingeleitet, sondern nur dann, wenn eine Regierung für die USA ein Problem darstelle.

Kein Bürgerkrieg

Die Gespräche hätten ergeben, dass in Syrien kein Bürgerkrieg und kein Krieg von Assad gegen die Bevölkerung stattfinde. Stattdessen würde die Bevölkerung als eine Einheit gegen ausländische Truppen und Terrororganisationen kämpfen, die aus dem Ausland finanziert werden. „Hinter diesen Terrororganisationen stehen Saudi-Arabien, Katar, die Türkei, die USA und teilweise sogar Israel“, so die Delegation. Zugunsten eines „regime change“ im Sinne der USA solle die syrische Regierung destabilisiert und die Syrer gegeneinander aufgebracht werden.

Die Delegation betonte, dass die wirtschaftlichen Sanktionen des Westens nicht die Regierung, sondern die Bevölkerung treffen. Sie stellten einen Zusammenhang mit den Sanktionen im Irak der 1990er-Jahre her, bei denen 500.000 Kinder gestorben seien. Doch ein Syrer hätte der Delegation gesagt: „„Wir erlauben es den Vereinigten Staaten nicht uns in verschiedene Teile zu spalten. Wir werden es nicht erlauben, dass sie uns wie die Menschen im Irak, in Libyen oder in Afghanistan gegeneinander aufbringen. Wir wollen gemeinsam die Invasion unseres Landes verhindern.“

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