Martin Sellner im Gespräch

Patriot Peer – Eine Handy-App für die schweigende Mehrheit

Bildquelle: Facebook-Seite "Patriot Peer"

Bei ihrem Kongress in Graz stellten die Identitären eine neue Handy-App für Patrioten vor. Über „Kickstarter“ sammelte Patriot Peer Spenden, um die Gratis-App zu finanzieren. Nach „antifaschistischen“ Protesten im Netz kündigte „Kickstarter“ schließlich das Crowdfunding-Projekt.

Wir fragten bei Patriot-Peer-Gründer Martin Sellner nach, was es mit dieser „Handy-App für die schweigende Mehrheit“ auf sich hat und welche Ziele sich dahinter verbergen.

Herr Sellner, Sie haben kürzlich beim Kongress der Identitären Bewegung eine Handy-App für Patrioten angekündigt. Was hat es damit auf sich, wozu überhaupt eine solche App?

Sellner: Patriot Peer, so der Name des Projekts, ist das Endergebnis eines längeren Überlegungsprozesses nach vielen Jahren des Aktivismus. Trotzdem die neuen Medien und neuen Technologien in den letzten Jahren unseren Alltag revolutioniert haben, ist der Aktivismus immer noch recht „herkömmlich“. Zwar nutzen wir soziale Medien, Videos und Internetseiten, aber das eigentlich „Revolutionäre“ der „new technologies“ haben wir noch nicht nutzbar gemacht.

Die Frage war: „Wie können wir die neuen Möglichkeiten nutzen, um die schweigende Mehrheit zu vernetzen und die „Firewall“ von Multikulti zu knacken?“

Und wie kamen Sie auf die Idee?

Sellner: Bei der Beschäftigung mit den Hintergründen zu „Silicon Valley“ kam mir die Idee zu einer App, die die schweigende Mehrheit visualisiert, vernetzt und mittels „Gamification“ zu einem niederschwelligen Aktivismus einlädt. Genau das kann Patriot Peer mit dem Patrioten-Radar, dem Scanner und der Level-Funktion.

So wie Paypal das traditionelle Bankengeschäft ablöst und Uber die klassischen Taxis verdrängt, so soll Patriot Peer den sanften Totalitarismus von Multikulti „disrupten“. Die schweigende Mehrheit ist ein gigantisches Energiepotenzial, vor dem die Globalisten zittern. Wir wollen sie defragmentieren und aktivieren.
In diesem Video („Patriot Peer – Eine App für die schweigende Mehrheit„) erkläre ich die Grundfunktionen genauer.

Das klingt sehr ambitioniert. Wann ist der endgültige Start geplant?

Sellner: Das hängt vor allem von der Unterstützung ab. Wir haben einigen Leute, die ihre Freizeit in das Projekt investieren, aber je mehr Wissen und Expertise wir „zukaufen“ können, desto schneller und sicherer wird die App fertiggestellt. Auch die umfassenden Sicherheits- und Beta-Tests hängen von der Unterstützung der Fangemeinde ab. Wir sind optimistisch und planen den Release für Android und iOs Frühjahr bis Sommer 2017.

Die Entwicklung von Patriot Peer hat offensichtlich mit Widerständen zu kämpfen. Sie berichteten in einem Video davon, dass ihr Crowdfunding-Projekt von „Kickstarter“ gelöscht wurde. Warum das und wie geht es nun weiter?

Sellner: Die Linken scheinen echt nervös zu sein. Noch bei keinem einzigen identitären und konservativen Projekt haben wir derartig massive Angriffe erlebt. Ein Artikel auf Indymedia verkündet gleichzeitig vollmundig, aber mit unverhohlener Nervosität und Selbstüberschätzung, warum Patriot Peer „scheitern wird“.

So sicher sind sich die Linksextremen aber anscheinend nicht. Sie tun alles, damit Patriot Peer nicht rauskommt. Aber da haben sie sich geschnitten. Auch ihr Mini-Shitstorm gegen „Kickstarter“ wird uns nicht aufhalten.

Das sich der Chef des Unternehmens David Gallagher als waschechter SJW (Social Justice Warrior, Anm. Info-DIREKT) entpuppt hat, der offene Antifa- und Blackblock-Projekte zulässt, aber Patriot Peer bei über 7,600 Euro gelöscht hat, ist uns egal. Wir brauchen „Cuckstarter“ nicht und haben eine eigene Fundraising-Seite erstellt, auf der die Leute  das Projekt direkt unterstützen können.

Wie kann man das Projekt sonst noch unterstützen?

Sellner: Abgesehen von unserem hauseigenen „Kekstarter“ suchen wir gerade Freiwillige, die Lust haben, bei der Verbreitung der Idee mitzuwirken. Wer gute Ideen hat, sich mit Webdesign und IT auskennt und Patriot ist, kann uns gerne anschreiben und dazustoßen. Auch wenn man uns auf Instagram, Facebook oder Twitter folgt, hilft uns das enorm.

In den sozialen Medien äußern einige Menschen Bedenken wegen der Sicherheit. Erleichtert man mit der App nicht die Arbeit für Geheimdienste und Antifa?

Sellner: Dieser Reflex ist Teil unseres Problems. Wir sind die schweigende Mehrheit, aber jeder fühlt sich alleine gegen eine „Übermacht“. Grundsätzlich ist es fast unmöglich, mit dem Radar jemanden zu finden, der das nicht will. Man kann sich jederzeit unsichtbar stellen und Kontaktaufnahmen erfolgen über vorigen Chat. Wir bauen auch eine Menge Methoden ein, um Missbrauch und User aus dem linksextremen Lager rasch zu erkennen und zu bannen. Insgesamt sind aber sie es, die sich hier in „unser“ Spiel begeben.  Und sie werden auch die Konsequenzen tragen, wenn sie versuchen, die Regeln zu brechen.

Patriot Peer schafft keine neuen  Risiken für das patriotische Lager, sondern die einmalige Chance, dass es sich seiner Masse schlagartig bewusst wird. Eine Flut an grünen Punkten wird Linksextreme schlichtweg überfordern. Sie müssten ganze Straßenzüge, Hörsaalbesetzungen oder alle Gäste in einem Cafe „verprügeln“, um auch den einen User zu treffen, von dem sie nicht mal wissen, wie er aussieht oder ob er vielleicht gerade auf sie wartet. Ich glaube, dass wir mit Patriot Peer vor allem eines sehen werden: Wie wenig die gewaltbereiten Antifas und wie viele wir eigentlich wirklich sind.

Herr Sellner, vielen Dank für das Gespräch!

 

Martin Sellner, geboren 1989 in Wien, studiert Philosophie (B.A.) und Rechtwissenschaften an der dortigen Universität. Er ist Mitgründer und Co-Leiter der Identitären Bewegung Österreich.  Sellner ist selbständig und betreibt einen Youtube-Kanal. Zudem schreibt er regelmäßig für die rechtsintellektuelle Zeitschrift „Sezession“.