Im Rahmen der Operation "Sophia"

Schlepper-Fahnder beschlagnahmen Kriegswaffen

Tender Rhein
Tender Rhein By Pelz (Eigenes Werk) [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

Die Operation „Sophia“ dient dem Kampf gegen Menschen- und Waffenschmuggler. Wie jetzt bekannt wurde, hat die deutsche Marine am Montag ein Boot mit Kriegswaffen gestoppt.

Der Tender mit dem Namen „Rhein“ entdeckte bei der Besichtigung des Schiffes unter libyscher Flagge Dutzende Maschinengewehre, Mörser, Minen, automatische Waffen und Panzerabwehr-Raketen. Außerdem seien große Mengen an Munition und Granaten sichergestellt worden. Die Waffen wurden gemäß der UN-Resolution 2292 beschlagnahmt, weil ein Waffenembargo gegen Libyen besteht.

Operation Sophia

Die Operation „Sophia“ wurde am 22. Juni 2015 gestartet um Menschenschlepper zu fassen. Seit Oktober 2016 werden zwei weitere Aufgaben wahrgenommen: Ausbildung der libyschen Marine und Kontrolle des Waffenembargos. Im Laufe der Operation wurden bereits 109 Menschenhändler verhaftet und 422 Boote krimineller Vereinigungen aus dem Verkehr gezogen.

Trotzdem kamen über die zentrale Mittelmeerroute alleine 2016 über 180.000 Migranten illegal nach Europa. Um den Schleppern das Handwerk zu legen, soll die libysche Regierung künftig besser unterstützt werden.