Thilo Sarrazin übt fundamentale Kritik an der „Gewaltideologie Islam“

Bild: Sarrazin: Franz Johann Morgenbesser via flickr; Hintergrund: Nicolas Raymond via flickr; Bildkomposition: Info-DIREKT;

Seit dem Jahre 2010 tourt der ehemalige Finanzsenator des Stadtstaates Berlin und nachmalige Vorständler der Deutschen Bundesbank, Thilo Sarrazin, durch deutsche Lande und preist seine Bücher an. Vor gut acht Jahren erschien seit erstes Buch mit dem Titel „Deutschland schafft sich ab – Wie wir unser Land aufs Spiel setzen“.

Es wurde ein Bombenerfolg, eine Auflage löste die nächste ab. In den ersten beiden Jahren war sein Werk sogar 21 Wochen auf der Bestsellerliste des „Spiegel“. Allein bis Anfang 2012 wurden weit über 1,5 Millionen Exemplare verkauft – und das, obwohl nahezu sämtlichen Leitmedien negativ über dieses bahnbrechende Buch berichteten. Mittlerweile erscheint das Buch in 22. Auflage.

Kernthese: Islamische Einwanderung schadet Europa

Seine Kernthese, die sich durch fast alle seine Bücher zieht, ist, dass die massenhafte Einwanderung von Menschen muslimischen Glaubens Europa keine Vorteile bringe und das Gros dieser Immigranten dem Sozialstaat auf der Tasche liege. Ferner seien die meisten Werte, welche diese Leute vertreten, mit der freiheitlich-demokratischen Grundordnung inkompatibel.

Fundamentale Kritik an der „Gewaltideologie Islam“

In seinem neuesten Buch „Feindliche Übernahme – Wie der Islam den Fortschritt behindert und die Gesellschaft bedroht“ geht er noch härter mit dem Islam ins Gericht, indem er dessen Grundlage, den Koran, frontal angreift. Es ist also Religionskritik pur, wofür Otto Normalbürger vor den Richterstuhl gezerrt wird, wenn er wie das SPD-Mitglied aus Berlin dessen Wortwahl gebraucht.Bei seinem jüngsten Auftritt mit „Weltwoche“-Verleger Roger Köppel in Wien sagte Sarrazin:

„Der Islam ist eine Gewaltideologie, die im Gewande einer Religion daherkommt.“

Ob der Grazer Staatsanwalt sich wohl einschalten wird?

In Graz würde der Identitärenfresser Staatsanwalt Johannes Winklhofer einen rechten Aktivisten ob solcher Worte anklagen, und zwar mit der Begründung, dies sei Verhetzung nach § 283 StGB. Bislang hörte man in Wien nicht, dass gegen den SPD-Politiker die Staatsanwaltschaft ermittelt. Da denkt man doch ganz unwillkürlich an den alten lateinischen Spruch „Quod licet Iovi, non licet bovi“. Was Jupiter erlaubt ist, ist noch lange keinem Ochsen gestattet

Sarrazin ist kein Rassist

Also Promi-Bonus für Onkel Thilo? Ob Sarrazins Ausspruch wahr oder falsch ist, steht auf einem anderen Blatt und tangiert nicht die strafrechtliche Relevanz seiner Worte. Nebenbei angemerkt: In seiner Neuerscheinung macht er gleich zu Beginn klar, dass er eine Vermischung der Ethnien in Mitteleuropa begrüße. Rassist ist demnach der viel geschmähte Altpolitiker nicht!

Über den Autor

Martin Pfeiffer ist promovierter Jurist und Publizist. Nach redaktioneller Tätigkeit bei der Wiener Wochenzeitung „Zur Zeit“ (1999–2003) wechselte er in die Schriftleitung des Grazer Monatsmagazins „Die Aula“, das er bis zur Einstellung im Juni 2018 gestaltete, und wurde 2004 auch Geschäftsführer des Aula-Verlages. Er ist Obmann des „Kulturwerks Österreich“ und tritt als Redner im gesamten deutschsprachigen Raum sowie als Buchautor auf. Martin Pfeiffers „Querschläger“-Kolumne wird nun wöchentlich bei Info-DIREKT erscheinen.

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