Müller mault über das ewige Anpatzen von Politikern

Köln gegen rechts © Raimond Spekking / ; Straache Gregor Tatschl from Österreich [CC BY-SA 2.0], via Wikimedia Commons; Müller privat; Bildkomposition von Info-DIREKT

Wenn mich eine Sache wirklich aufregt, dann ist es das ewige Anpatzen von Politikern.

Eigentlich sollte es selbstverständlich sein, das Politiker nach ihren Leistungen beurteilt werden und nicht nach den Moralvorstellungen irgendwelcher Politkommissare die schon längst keine Berührungspunkte mit normalen Leuten mehr haben.

Das Gebot der politischen Korrektheit

Trotzdem müssen wir es immer wieder erdulden, dass im anhand politischer Vorlieben ein Wertekonstrukt erdacht wird, welches es im Anschluss nicht mehr zu verlassen gilt. Obwohl ein Zuwiderhandeln weder rechtswidrig noch moralisch anstößig ist, wird es von besonders eifrigen Verleumdern so gedreht als hätte der Zuwiderhandelnde ein göttliches Gebot gebrochen. „Gott“ ist in diesem Fall natürlich eine Mischung aus Menschenrechten, naiven Fantasien und dem Glauben für alle Missetaten der Welt verantwortlich zu sein.

Politischer Terror gegen Andersdenkende

Dieser Logik folgend werden dann zum Beispiel Politiker wie Björn Höcke von der AfD privat terrorisiert. Und statt ihn vor diesen Terroristen zu schützen, werden die Handelnden noch von den Einheitsparteien in Schutz genommen und zumindest indirekt gefördert. Alles nur weil Herr Höcke es gewagt hat die Staatsdoktrin des pseudoreligiösen Schuldkultes ein bisschen anzukratzen. Frei nach dem Motto: „Natürlich können Sie Ihre Meinung frei äußern. Wir werden nur versuchen dafür zu sorgen, dass Sie politisch, beruflich und gesellschaftlich zur Persona non grata erklärt werden. Ansonsten herrscht hier Meinungsfreiheit.“

HC Strache: Selbstvertrauen des Regierungspolitikers fehlt.

Ähnliches passiert derzeit auch dem österreichischen Vizekanzler HC Strache. Wie aus dem Lehrbuch wird er damit konfrontiert, dass er sich mit anderen Personen in einem Raum aufgehalten hat. Das klingt wirklich schon sehr verdächtig.

Strache spielt das Distanzierungsspiel und verliert

Konkret wurde ein Foto des Vizekanzlers veröffentlicht auf dem er mit mehreren Mitgliedern der Identitären Bewegung zu sehen ist. Er spricht nicht mit ihnen. Er sitzt einfach nur am selben Tisch. Dazu ist natürlich zu sagen, dass es auch völlig egal wäre wenn er schunkelnd, Arm in Arm mit ihnen, singen würde. Es ist nämlich entgegen der geistigen Verwirrung von Freizeit-Denunzianten nicht verboten sich mit Personen zu unterhalten.

Ein peinlicher Prozess für die FPÖ

Leider hat die FPÖ noch nicht ganz in das Selbstbewusstsein hinein gefunden das einer Regierungspartei eigen sein sollte. So wurde sich erstmal teildistanziert. Strache behauptete, dass es sich um eine Fälschung handle. Was anscheinend nicht der Fall ist. Da dies im Rahmen einer Klage festgestellt wurde, ist es natürlich ein bisschen peinlich für die FPÖ.

Nicht rechtfertigen, „Ja und!?“ ist die einzig richtige Reaktion!

Aufrecht bleibt aber die Frage, warum man sich überhaupt für so etwas rechtfertigen sollte! Nur weil die quängelnden Wahlverlierer aus den hinteren Reihen rülpsen, muss man noch lange nicht hüpfen. Ganz im Gegenteil. Wenn sich der politische Gengner aufregt weiß man erst, dass man etwas richtig macht. Und vor allem wenn er sich solcher Blödsinnigkeiten bedienen muss wie in diesem Fall.

Ich würde mir wünschen, dass man solchen fantasielosen Anwürfen mit einem gepflegten „Ja und?!“ entgegenkommt. Denn wenn man es zulässt, dass man wegen Tischnachbarn schon verleumdet wird, können wir bald alle in bestern DDR-Manier zu Hause bleiben.

Passen Sie auf Ihren Kopf auf!

Müller

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