Angeblich würden neun Millionen Menschen gebraucht

Trotz hoher Jugendarbeitslosigkeit sucht Spanien Millionen Migranten

Bildquelle: Pixabay
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Die spanische Regierung unter der Führung der sozialistischen „Partido Socialista Obrero Español“ (PSOE) ließ vergangene Woche verlautbaren, dass das Land acht bis neun Millionen Migranten brauche, um die Bevölkerungszahl zu halten. Tatsächlich herrscht in Spanien aber nach Griechenland die größte Jugendarbeitslosigkeit in Europa. 32,1 Prozent der jungen Spanier waren gegen Ende des Vorjahres arbeitslos. 

Die Forderung nach weiteren Millionen von Immigranten wurde anlässlich einer OECD-Konferenz in Paris von José Luis Escrivá, Minister für Soziale Sicherheit und Migration in den Raum gestellt. Der Politiker behauptete, dass diese Einwanderungszahlen notwendig wären, um den Lebensstandard der Gesellschaft aufrechtzuerhalten. 

Jeder dritte Jugendliche ist arbeitslos

Stellt man diese Forderung in Relation mit der aktuellen Jugendarbeitslosigkeit in Spanien, werden Fragen aufgeworfen, denen sich die Politik stellen muss. Nur in Griechenland ist die Situation mit 32,5 Prozent Jugendarbeitslosigkeit dramatischer. Auf Platz 3 liegt Italien mit 28,6 Prozent. Im Vergleich: In Österreich liegt die Jugendarbeitslosigkeit nur bei 8,6 Prozent.

Minister: Millionenzuwanderung gut für die Kinder

Laut eines Berichts des Nachrichtensenders NTV erklärte der spanische Minister aus, „Wir müssen unsere Gesellschaften darauf vorbereiten; ihnen erklären, warum das für sie, ihre Kinder und die künftigen Generationen gut ist.“ Die sozialistische Regierung in Madrid dürfte aber vor allem der heutigen Generation erklären müssen, wie eine Millionenzuwanderung gut für eine Gesellschaft sein kann, deren Mitglieder schon heute keine Arbeit haben.

Spanien setzt schon lange auf Massenmigration

Die Forderung nach Millionen von Migranten ist in Spanien kein Novum. Bereits im Jahr 2007 war das Land in den Schlagzeilen, weil 1,2 Millionen illegaler Immigranten eingebürgert wurden. Auch damals war die Begründung, dass das Land diese Menschen bräuchte, um Wirtschaftswachstum erzielen zu können. Und schon damals war die illegale Masseneinwanderung eine der größten Sorgen der einheimischen Bevölkerung. Tatsächlich hat die spanische Wirtschaft seit einem Tiefpunkt im Jahr 2009 ein deutliches Wachstum zu verzeichnen, seit 2015 kam es zu einem leichten Rückgang.

Abowerbung, Ausgabe 32