Klimaaktivisten übernehmen keine Eigenverantwortung

Klimahysterie: Medienhype statt grundlegender Kritik

Klimahysterie: Medienhype anstatt grundlegender Kritik
Foto: Pixabay.com. Ausschnitte: Spiegel Online, FAZ, ORF. Komposition: Info-DIREKT

Die Berichterstattung über Greta Thunberg und die „Fridays for Future“-Demonstrationen zeigt deutlich, wie der mediale Mainstream arbeitet. Zum einen gibt es da jene Sorte von Journalisten, die sich des Themas annehmen, weil man damit wunderbar polarisierende Schlagzeilen und dadurch haufenweise Klickzahlen generieren kann. Zum anderen ist es aber auch ein gefundenes Fressen für jene Sorte von Journalisten, die sich gerne als moralische Instanz aufspielen und deren Aufgabe es anscheinend ist, dem „dummen Volk“ die Welt zu erklären.

Dieser Kommentar von Martin Bruckner ist im Printmagazin Nr. 28/29 „Natur- und Heimatschutz statt Klimahysterie“ erschienen, das Sie jetzt kostenlos zu jedem Abo erhalten.

Beide Gruppen haben gemein, dass sie eine unmittelbare Klimakatastrophe herbeireden, ohne sich jemals ernsthaft mit der sehr komplexen Materie des Weltklimas auseinandergesetzt zu haben.

„Haltungs-Journalismus“

Sie teilen die Welt in die Kategorien „Gut“ und „Böse“. In diesem Fall in „Klimaaktivisten“ und „Klimaleugner“. Es sind die besorgten Schüler, die für ihre Zukunft demonstrieren, gegen die alten weißen Männer mit ihren SUVs, denen die Umwelt egal ist. Eine konstruktive Debatte rund um das Thema Umweltschutz auszulösen, scheint dabei offensichtlich nicht im Interesse der Medienhäuser zu sein.

Auch die Motivation der „Fridays for Future“-Bewegung ist zu hinterfragen, denn auch hier scheint ein Schwarz-Weiß-Denken vorzuherrschen. Der Kampf gilt dem bösen CO2, alles, was „keine Emissionen“ produziert, wird pauschal für gut befunden. Mit gehobenem Zeigefinger tritt man auf und will jedermann erklären, was im Zeichen des Weltklimas alles getan werden muss.

Mehr Eigenverantwortung!

Man fragt sich zu Recht, ob das der richtige Weg ist. Umweltschutz ist wichtig, beginnt aber bekanntlich vor der eigenen Haustür. Wer irgendwas in der Welt verändern will, muss zuerst bei sich selbst anfangen. Niemand wird einen jungen „Fridays for Future“-Demonstranten ernst nehmen, der nach der Demonstration seinen Hunger in einer internationalen Fast-Food-Kette stillt und anschließend noch ein paar billige, in Bangladesh produzierte Klamotten im Textildiscounter „shoppt“.

Taten statt Worte

In einem vor kurzem veröffentlichten Video von Greta Thunberg spricht sie gemeinsam mit dem Klimaaktivisten George Monbiot über eine „magische Maschine“ namens „Baum“, die es vermag, das Treibhausgas CO2 zu binden und somit aus der Atmosphäre zu entziehen. Aus diesem Grund rufen beide in diesem Video dazu auf, sich weltweit für den Erhalt von Mangroven, Mooren, Sümpfen, Dschungel und anderen Wäldern einzusetzen.

Dass viele dieser Lebensräume weltweit akut in Gefahr sind, ist kein Geheimnis. Auch in Österreich sind z.B. derzeit der Fichtentod und das Eschensterben in aller Munde. Inwiefern der vom Menschen verursachte Klimawandel daran Schuld ist, sei dahingestellt. Dennoch vermisst man die Meldungen, dass sich nun hier scharenweise „Fridays for Future“-Aktivisten bei den heimischen Waldbesitzern melden, um sich freiwillig bei der heimischen Waldpflege zu beteiligen. Wie will ich den Amazonas retten, wenn mir der eigene Wald vor der Haustür egal ist?

Raubritterkapitalismus

Vom Menschen verursachte Umweltprobleme gibt es zur Genüge, daran besteht kein Zweifel. Plastikmüll in Gewässern, giftige Stoffe in Grund und Boden, Müllberge in Dritte-Welt-Ländern – dass in Zeiten des Raubtierkapitalismus und der Globalisierung keine Rücksicht auf die Umwelt genommen wird, ist kein Novum. Dennoch wird man diese Umweltprobleme mit der derzeitigen Rhetorik, dem daraus resultierenden Medienhype und infantilem Alarmismus nicht ändern können. 

 

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Abowerbung, Ausgabe 32