Probleme in multikulturellem Stadtviertel

Corona-Krise: Videos von Plünderung in London

Vermummte randalierten in einer Filiale von Sainsbury's in Süd London.
Screenshots: YouTube; Hintergrund: Freepik; Komposition: Info-DIREKT

Während die Corona-Krise jeden Tag mehr über Europa hereinbricht, wird aus London eine erste Plünderung gemeldet. Im multikulturellen Stadtteil Elephant and Castle schlugen Kriminelle die Eingangstür eines Kaufhauses ein und bedienten sich dort am Alkohol. Ein weiterer Vorfall soll sich in Paris zugetragen haben. Hier stellte sich aber heraus, dass der Sachverhalt schon fast ein Jahr zurückliegt und nichts mit der aktuellen Situation zu tun hat.

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Verschiedene britische Medien kommentierten den Vorfall mit „die Plünderungen beginnen“. Es wird offenbar mit weiterer Kriminalität im Zuge der Corona-Krise gerechnet. Gut informierte Kreise berichten, dass die Exekutive auch in Österreich mit Plünderungen und anderen Straftaten rechnet, wenn die angespannte Situation länger anhält. An dem Tag, als die Bundesregierung das Maßnahmenpaket verkündete, berichtete das Boulevard-Blatt Österreich über eine verstärkte Bewachung von Supermärkten und Einkaufszentren über Nacht.

Vermummte randalierten in Supermarkt

Der Stadtteil Elephant and Castle im südlichen London wird als „multikulturell“ und „ethnisch divers“ beschrieben. Dort schlug eine Gruppe von sechs vermummten Kriminellen die Eingangstür zum Kaufhaus Sainsbury’s ein und bediente sich an den Waren. Dabei soll hauptsächlich Alkohol gestohlen worden sein. Die englische Boulevard-Zeitung Sun setzte die Straftat von der Nacht auf Donnerstag in Zusammenhang mit dem „Druck aufgrund der Corona-Krise“. Vier der Täter konnten im Anschluss verhaftet werden.

Deutschland: Antifa ruft zu Plünderungen auf

Laut mehreren Medienberichten ruft auch die Antifa in Deutschland zu Plünderungen und Anschlägen auf Energieversorger auf. Ziel sei es die „Produktionskreisläufe“ zu erschüttern.

Vorfall in Frankreich hat nichts mit Corona-Krise zu tun

In sozialen Medien macht zur Zeit ein Video die Runde, das Plünderungen in Paris zeigen soll. Tatsächlich handelte es sich bei den Szenen aber um eine brutale Auseinandersetzung zwischen zwei Banden, die sich dort bereits im Mai des Vorjahres abspielte.

Aubervilliers ist ein Vorort im Norden von Paris. Der Ort gilt als Hochburg der politischen Linken. Die Stadt wurde seit 1944 nahezu durchgehend von kommunistischen Bürgermeistern regiert. Sie gilt laut Wikipedia als „multikulturelle Stadt mit 41 unterschiedlichen Nationalitäten und ein Zentrum des Islam in Frankreich“. Dort wurden in einem Lidl-Markt verstörende Szenen aufgenommen. Eine Gruppe von Männern – möglicherweise arabischer Herkunft – die mit langen Stangen bewaffnet sind, prügeln im Kassenbereich auf Kontrahenten ein.

„Die multikulturelle Gesellschaft ist hart, schnell, grausam und wenig solidarisch“

Angesichts dieser Szenen fallen einem die Worte der beiden umstrittenen Grünen-Politiker Daniel Cohn-Bendit und Thomas Schmid ein:

„Kein Zweifel, je intensiver eine Gesellschaft von verschiedenen Nationalitäten, Ethnien, Kulturen, Religionen und Lebensstilen geprägt ist, desto spannender wird sie (und desto größer wird möglicherweise ihr Vermögen, mit ungewohnten Problemen pragmatisch umzugehen). Das heißt aber gerade nicht, daß die multikulturelle Gesellschaft harmonisch wäre. In ihr ist vielmehr – erst recht dann, wenn sich wirklich fremde Kulturkreise begegnen – der Konflikt auf Dauer gestellt. Die multikulturelle Gesellschaft ist hart, schnell, grausam und wenig solidarisch, sie ist von beträchtlichen sozialen Ungleichgewichten geprägt und kennt Wanderungsgewinner ebenso wie Modernisierungsverlierer; sie hat die Tendenz, in eine Vielfalt von Gruppen und Gemeinschaften auseinanderzustreben und ihren Zusammenhalt sowie die Verbindlichkeit ihrer Werte einzubüßen. In der multikulturellen Gesellschaft geht es daher um die Gratwanderung zwischen verbindenden und trennenden Kräften – und eben deswegen ist es so wichtig, daß sie sich Spielregeln gibt.“

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