Immer mehr Flüchtlinge landen auf der Insel

Wird Sardinien ein neues Lampedusa?

Immer mehr illegale Migranten landen auf Lampedusa

Seit Beginn des Jahres landen immer mehr Flüchtlinge auf Sardinien. Die Schlepper haben eine neue Route entdeckt, die von Algerien aus bis nach Sardinien führt. Es handelt sich ausschließlich um junge Männer, die aus Algerien stammen. Bis vor Kurzem landeten nur kleine Gruppen von etwa 20 Personen auf Sardinien, jetzt werden es immer mehr.

Alleine Freitagnacht und Samstagmorgen erreichten 158 Illegale die Häfen von Sulcis-Igliesiente und Teulada. Auch an den Stränden von Porto Pino und Sant’Antioco landeten in der Nacht viele Migranten aus Algerien. Es ist die erste Massenankunft auf Sardinien seit Beginn des Jahres gewesen.

Mit Hochseeschiffen Richtung Sardinien

Neben der Route über die sizilianische Meeresenge brechen die Schlepper nun auch von Algerien nach Sardinien auf. In Lampedusa kommen wöchentlich 15000 illegale Einwanderer an. Roberto Isidori, Einsatzleiter im Hafen von Cagliari sagt gegenüber Breitbart:

„In diesen Tagen sind die Bedingungen auf dem Meer nicht besonders hart, was ganz offensichtlich jenen hilft, die diese Art von Überfahrt organisieren.“

An Bord von kleinen Fieberglasbooten erreichen die Illegalen ohne Besatzung das Festland. Laut den Ermittlern ist dies ein Beweis dafür, dass sie von Fischerbooten oder Hochseeschiffen in die Nähe der Insel gebracht werden. Den Rest der Strecke legen sie in den kleinen Booten zurück.

Nur junge Männer in guter Verfassung

Die Behörden merken an, dass es sich bei den Illegalen nur um junge Männer in guter Verfassung handelt. Es handelt sich hauptsächlich um Algerier, die mit Handys und einem Rucksack frischer Kleidung auf der Insel landen. Die Behörden sagen weiter:

„Auch das ist ein Beweis, dass die in Sardinien anlandenden Migranten keine Reise hinter sich haben, wie jene, die täglich in der Sizilianischen Meeresenge von Frontex-Schiffen aufgelesen werden.“

Sardinien im Krisenzustand

Sardinien befindet sich in einem Krisenzustand – alle Unterkünfte sind voll. Bereits im Juni protestierten die illegalen Einwanderer für besseres Essen, Fernseher in jedem Zimmer und einen eigenen Bus, der sie in die Hauptstadt Cagliari bringt. Sie forderten die Behörden auf, sie auf das Festland zu bringen. Daraufhin randalierten einige Migranten und legten den Verkehr für mehrere Stunden lahm.