Als Arbeitseinsatz getarnt

Identitäre hissen Banner und Fahne auf „Aleppo-Monument“ in Dresden

Bildquelle: Facebook-Seite "Identitäre Bewegung Deutschland"

Mit einer weiteren Aktion macht die Identitäre Bewegung auf sich aufmerksam. Bei einer als normaler Arbeitseinsatz getarnten Aktion befestigten die Aktivisten der patriotischen Jugendbewegung einen Banner mit dem Spruch „Eure Politik ist Schrott“ auf das umstrittene Aleppo-Kunstwerk in Dresden.

Aktivisten der Identitären Bewegung Deutschland befestigten am Montagmorgen auf dem umstrittenen „Aleppo-Monument“ in Dresden ein Transparent mit der Parole „Eure Politik ist Schrott“. Zusätzlich hissten sie am Kunstwerk eine Fahne mit der Aufschrift „Heuchler“. Die Flagge ähnelte nämlich dem Symbol der Terrormiliz „Ahrar al-Scham“, die auf einem Foto der aus Aleppo stammenden Vorlage für das „Monument“ zu sehen war.

Das „vermeintliche ‚Kunstwerk'“ habe sich damit in der Originalversion „als Okkupationssymbol für die islamistische Terrormiliz“ entpuppt, so die Identitären. Mit ihrer Aktion wollten die Identitären deshalb den „wahren symbolischen Charakter dieses Monuments“ unterstreichen, erklärte die patriotische Jugendbewegung auf ihrer Facebook-Seite.

Als normaler Arbeitseinsatz getarnt

Mehrere in Warnwesten gekleidete Identitäre befestigten das Banner und die Fahne mithilfe einer Hebebühne am Kunstwerk vor der Frauenkirche. Dadurch konnten die Aktivisten die „ästhetische Ergänzung“ auf dem Bus-Monument ungestört durchführen.

Streit um „Kunstwerk“ in Dresden

Das Anfang des Monats errichtete „Aleppo-Monument“ des syrischen Künstlers Manaf Halbouni soll in Dresden an Krieg und Vertreibung erinnern. Das Kunstwerk ist einem berühmten Foto aus Aleppo nachempfunden, auf dem drei aufgestellte Busse zu sehen sind.

Nach Recherche der Bürgerinitiative „Ein Prozent“ kam jedoch heraus, dass die Busse von der islamistischen Terrormiliz Ahrar al-Scham aufgestellt wurden (Info-DIREKT berichtete). In den vergangenen Wochen sorgte das Kunstprojekt auch deshalb immer wieder für Diskussionen in der Stadt.

 

Abowerbung, Ausgabe 32