Grund war der Auftritt von Matteo Salvini

Neapel: Schwere Antifa-Krawalle bei Protest gegen Lega Nord

Screenshot Youtube (Il Fatto Quotidiano)

In der italienischen Stadt Neapel ist es zu gewalttätigen Ausschreitungen gekommen. Dabei wurden sechs Antifa-Randalierer festgenommen und 34 Menschen verletzt.

Am Samstag riefen im süditalienischen Neapel verschiedene linke und antifaschistische Gruppen zum Protest gegen eine Veranstaltung der Rechtspartei Lega Nord auf. Im Zuge der Protestkundgebung attackierten Antifa-Chaoten die Polizei, warfen Molotowcocktails und zündeten Autos sowie Mülltonnen an. Die Polizei reagierte mit Tränengas auf die Randalierer.

Festnahmen und viele verletzte Polizisten

Nach Angaben des Fernsehsenders „TG24“ wurden bei den Angriffen auf die Sicherheitskräfte 34 Menschen verletzt – darunter 28 Polizeibeamte. Von den rund 300 Antifa-Randalierern wurden schließlich sechs Personen festgenommen. Ihnen wird Verwüstung, Verletzungen und Gewalt gegen die Polizei vorgeworfen, berichtete die „Austria Presse Agentur“ (APA) unter Berufung auf italienische Medien.

Auftritt von Matteo Salvini in Neapel

Grund für die Ausschreitungen war der Auftritt von „Lega Nord“-Chef Matteo Salvini, bei dem der Politiker das Programm seiner Partei vorstellte. Die Oppositionspartei setzt sich für Föderalismus und Regionalismus ein und ist  vor allem im Norden Italiens verankert. Deshalb versucht die Rechtspartei in letzter Zeit verstärkt, auch in Süditalien Fuß zu fassen.

Salvini verurteilte die gewalttätigen Ausschreitungen und beschuldigte den linken Bürgermeister der Stadt, Luigi de Magistris, für die Krawalle mitverantwortlich zu sein. Der Bürgermeister hatte nämlich die Protestkundgebung gegen Salvinis Auftritt unterstützt.

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