Niedersachsens grüne Justizministerin verteidigt Kinderehen

Antje Niewisch-Lennartz
Ralf Roletschek / fahrradmonteur.de

Die Grünen sorgen in Niedersachsen für Entsetzen: die grüne Justizministerin übt heftige Kritik an der Gesetzesverschärfung zur Bekämpfung von Kinderehen.

Antje Niewisch-Lennartz ist seit seit 2013 Jusitzministerin der rot-grünen Landesregierung Niedersachsens.

Einsatz für Kinderehe

Nach den Plänen der deutschen Bundesregierung sollen Kinderehen künftig automatisch für ungültig erklärt werden. Das soll gelten, wenn ein Partner bei der Trauung jünger als 16 Jahre war, bei 16-18-Jährigen soll ein Familiengericht entscheiden.


„Eine derartige Regelung kann dem Schutz der Kinder zuwiderlaufen, insbesondere wenn aus der Verbindung bereits Kinder hervorgegangen sind“, wird Niewisch-Lennartz in der NWZ zitiert. Kinderehen müssten „differenziert betrachtet werden“:

„Es ist nicht gerechtfertigt, die im Ausland geschlossenen Ehen unter Jugendlichen generell unter den Verdacht eines Verstoßes zu stellen.“

Empörung und Entsetzen

Bjön Thümler, Fraktionschef der CDU, ist über die Aussagen „entsetzt“:

„Was gibt es noch zu differenzieren, wenn junge Mädchen als Kinderbräute älteren Männern sexuell ausgeliefert und ihrer Kindheit beraubt werden?“

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