Anfrage von FPÖ-Sicherheitssprecher Rosenkranz ergab:

Minderjährige Asylwerber: 41 Prozent der Überprüften logen

Asylwerber
Von Photo: Gémes Sándor/SzomSzed - http://szegedma.hu/hir/szeged/2015/08/migransok-szazai-ozonlenek-roszkerol-szegedre.html, CC BY-SA 3.0, Link

41 Prozent der überprüften „minderjährigen“ Asylwerber belogen die Behörden über ihr wahres Alter. Die Gutachten ergaben, dass sie in Wahrheit volljährig sind.

Der FPÖ-Sicherheitssprecher Walter Rosenkranz brachte die Anfrage über die „Untersuchungen zur Altersdiagnose 2016“ ein. Nun liegt die Beantwortung vor.

41 Prozent der „Minderjährigen“ haben gelogen

Die Beantwortung der Anfrage erfolgte durch Innenminister Wolfgang Sobotka. Demnach liegt dem Innenministerium das Ergebnis in 2.252 Fällen vor. Die Altersdiagnose-Gutachten zeigen: 919 der „minderjährigen Asylwerber“ sind in Wahrheit volljährig! Bei 1.333 gab es „ein Ergebnis, welches die angegebene Minderjährigkeit des Antragstellers bestätigte bzw. unter Einberechnung der Schwankungsbreite die Minderjährigkeit nicht mit der erforderlichen Sicherheit ausschließen konnte.“

Wie die Homepage des Parlaments ausweist, haben im Jahr 2015 33.314 tatsächlich oder vermeintlich minderjährige Personen einen Asylantrag in Österreich gestellt. Zwischen Jänner und Oktober 2016 waren es 16.054. Besteht der begründete Verdacht, dass der „Minderjährige“ lügt, wird eine Altersfeststellung angeordnet. In 2847 war dies 2016 der Fall.

Rosenkranz fordert nun, dass die Betroffenen keine Chance mehr auf einen positiven Abschluss des Asylverfahrens haben:

„Wer Asyl will und mit einer Alterslüge startet, hat von vornherein jedes Recht auf Schutz verloren.“

Horrende Kosten für Steuerzahler

Die Alterslüge kommt den Steuerzahler teuer zu stehen. Nach Angaben des Kurier kosteten alleine 2015 rund 2200 Asylwerber, die sich fälschlicherweise als Minderjährige ausgaben, mehr als zwei Millionen Euro. Minderjährige Asylwerber werden mit einem Tagsatz von 95 Euro eingestuft. 870 Euro kostet alleine das Gutachten zur Altersfeststellung.

„Es ist teilweise absurd. Uns sitzen gestandene Männer mit Vollbart und grau melierten Haaren gegenüber, die behaupten, 17 Jahre alt zu sein“, schilderte 2016 ein Polizeibeamter aus Traiskirchen die Situation, der aus Angst vor disziplinären Konsequenzen anonym bleiben wollte.