Exklusiv-Interview mit Zeugen

Nicht schon wieder: Erneut Antifa-Störaktion in Wien

Markus Ripfl
Bild Ripfl: www.facebook.com/markus.ripfl/; Zuammenstellung: Info-DIREKT

Während Kanzler Kern nicht müde wird, vor dem bösen „rechten Mief“ zu warnen, kommt es bei den ÖH-Wahlen in Wien immer wieder zu unschönen Szenen selbsternannter Antifaschisten gegen den „Ring Freiheitlicher Studenten“ (RFS). Dieser hatte Dienstagabend zu einer Podiumsdiskussion zum Thema „Fake News oder Wahrheit? Podiumsdiskussion“ geladen.

Neben den beiden Info-DIREKT-Gastautoren Stefan Magnet (Medienlogistik Geschäftsführer) und Marcus Franz (freier Nationalratsabgeordneter) konnte der RFS auch Walter Asperl (Unzensuriert), Roland Hofbauer (Alles Roger?) und Thomas Bachheimer (bachheimer.com) für die Diskussion gewinnen. Kurz nach der Veranstaltung gelang es Info-DIREKT, telefonisch Kontakt mit Markus Ripfl, dem Spitzenkandidaten des RFS-Wien, aufzunehmen. Im Exklusiv-Interview spricht er über den Vorfall.

Die Podiumsdiskussion hätte heute eigentlich um 18:30 Uhr beginnen sollen, hat sie aber nicht, warum?

Ripfl: Einlass wäre um 18:30 Uhr gewesen. Von linksextremer Seite ist jedoch der Hörsaal, der von uns reserviert wurde, blockiert worden. Dazu hat sich die „Autonome Antifa W“ bekannt. Unter anderen war auch eine Mitarbeiterin des „ÖH Uni-Referats für Antifaschistische Gesellschaftskritik“ dabei.

Wie hat euch die Antifa am Zutritt hindern können?

Ripfl: Sie haben sich bereits vor Einlass in einem Vorraum eingesperrt und uns so den Weg in unseren Vortragssaal versperrt.

Es gibt auch ein kurzes Video von diesem Vorfall. Was ist darauf zu sehen?

Ripfl: Auf dem Video sieht man einige Personen, die sich der Tür, hinter der sich die vermummten Linksextremisten verbarrikadiert hatten, nähern, weil sie in den Vortragssaal gehen wollten. Daraufhin haben die Antifaschisten gleich mit Stecken gegen die Tür geschlagen. Die Tür dürfte dabei schwer beschädigt worden sein.

Die Antifa in Wien begeht immer wieder Straftaten gegen Andersdenkende. War damit zu rechnen, dass auch diese Veranstaltung gestört wird?

Ripfl: Einschlägige Gruppen haben in den sozialen Medien Meldungen über unsere Veranstaltung gebracht. Wenn die so etwas bringen, geht das meistens sehr schnell viral. Angekündigt war die Aktion allerdings nicht.

Wie mehrere Fälle zeigen, haben die Antifa-Aktivsten mit sehr wenig Gegenwind aus Politik und Justiz zu rechnen. Was hat die Uni-Leitung bzw. die Polizei gegen die Störaktion unternommen?

Ripfl: Die Uni Wien hat den Hörsaal nicht räumen lassen. Es wurde uns zwar ein anderer Raum zur Verfügung gestellt, die Polizei durfte jedoch nicht eingreifen, weil das Ganze am Universitätsgelände stattgefunden hat und die Uni Wien diese Leute offenbar bewusst deckt.

Wird die Uni-Leitung Anzeige gegen die Antifa erstatten?

Ripfl: Nein, ich denke nicht, dass es eine Anzeige geben wird. Wir werden ihnen zwar ein Foto der kaputten Tür zukommen lassen und eine Stellungnahme der Uni Wien verlangen, die wird es aber wahrscheinlich – wie gewohnt – nicht geben.

Sind die Antifa-Aktionen lauter Einzelfälle oder steckt da ein gewisses Kalkül dahinter?

Ripfl: Es wurde angekündigt, dass man die Menschen, die uns nahestehen, verfolgen muss. Es wurde auch angekündigt, dass man „Nazis“ keinen Hörsaal zur Verfügung stellen darf. Alles was auf der Uni Wien nicht linksextrem ist, ist für diese Personen „rechtsextrem“ oder „nazi“ und muss verhindert werden. Das ist das Ziel dieser Damen und Herren.

War der Zwischenfall der Höhepunkt der Diskussion? Die Diskussion selbst dürfte ja nicht sehr spannend gewesen sein, da nur Vertreter alternativer Medien eingeladen waren.

Ripfl: Grundsätzlich war auch „mimikama“ geladen. „Mimikama“ tritt ja als Aufdecker der alternativen Medien und deren Fehler auf. Darum wollten wir alternative Medien und „mimikama“ miteinander diskutieren lassen. „Mimikama“ hat unsere Anfrage jedoch ignoriert.

Vielen Dank für das spontane Interview!

Ergänzung, vom 21. Juni 2017: Minikama hat uns darauf hingewiesen, dass man aufgrund einer Terminkollision nicht an der Podiumsdiskussion teilnehmen konnte. Minikama habe dies Ripfl auch per email mitgeteilt.