Studienteilnehmer wurden erfunden

Deutschland: Fake-Studie zu „Rechtsextremismus“ im Osten

Bildquelle: Homepage, Pressefotos

In der von der Ostbeauftragten der Bundesregierung, Iris Gleicke (SPD), in Auftrag gegebenen Studie zu Rechtsextremismus in Ostdeutschland wurden Studienteilnehmer und Gesprächspartner zum Teil frei erfunden.

Die vom „Göttinger Institut für Demokratieforschung“ verfasste Studie „Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit in Ostdeutschland“ weist grobe wissenschaftliche Mängel auf. Das berichtet das Rechercheportal „Ein Prozent“ auf seiner Homepage. Doch nicht nur das: zahlreiche Studienteilnehmer wurden sogar erfunden.

Zweifelhafte Arbeitsweise

Für die Studie wurden in insgesamt drei Städten (Erfurt, Heidenau, Freital) 40 Personen befragt, die zum Großteil aus der linksextremen Szene stammen. Wie sich daraus ein repräsentatives und umfassendes Bild der Bevölkerung Ostdeutschlands ergeben soll, wissen wohl nur die Autoren der Studie selbst.

Die höchst fragwürdige Auswahl der Studienteilnehmer spricht eine klare Sprache: Hier sollte keine wissenschaftlichen Forschung, sondern politisches Marketing zugunsten der Etablierten betrieben werden. (EinProzent)

Studienteilnehmer erfunden

Doch nicht nur das. Wie unter anderem auch die „Welt“ berichtet, sind einige „Studienteilnehmer“ schlichtweg frei erfunden. Mit der absurden Begründung der „potenziellen Gefährdung“ durch „Rechtsextreme“ sind fast alle Namen der Teilnehmer anonymisiert. Doch hakt man genauer nach, dient die Anonymität oft nur zur Verschleierung der Tatsache, dass die Personen real nicht existieren. So etwa Herr Reese, der als „führender Mitarbeiter der sächsischen Landeszentrale für politische Bildung“ zitiert wird. Die Landesstelle selbst weiß jedoch nichts von einem solchen Mitarbeiter.

Wissenschaftliche Kriterien verfehlt

Zu den wichtigsten wissenschaftlichen Kriterien zählt die Nachvollziehbarkeit für Dritte. Diese ist bei der in Auftrag gegebenen Studie keineswegs gegeben. Schockierend ist, dass die Ergebnisse bei ihrer Veröffentlichung von allen führenden Medien völlig kritiklos wiedergeben wurden, wie „Ein Prozent“ nachweisen kann. Ihren Zweck, die Öffentlichkeit in die Irre zu führen, hat die Studie also trotz ihrer Mängel erfüllt.

Aktuell ist noch unklar, welche Kosten die Studie verschlungen hat und ob das Institut die kritisierten Mängel nachbessern muss. Es ist unbegreiflich, wie eine derartige Arbeit zur Publikation freigegeben wird. Dass die Medien von „bürgerlich“ bis linksradikal im Gleichschritt Werbung für ebenjene Veröffentlichung machen, zeigt einmal mehr: Gegenöffentlichkeit ist alternativlos! (EinProzent)