Razzia bei Betreibern

Schlag gegen Antifa-Szene: Behörden verbieten „Indymedia“

Symbolbild Antifa: By Joanna (Πορεία και επεισόδια στην Νομική Κομοτηνής) [CC BY 2.0], via Wikimedia Commons

Das deutsche Bundesinnenministerium hat die extremistische Antifa-Seite „Linksunten Indymedia“ verboten, berichtet „Spiegel Online“ am Freitag. Die Plattform gilt als das zentrale Sprachrohr der militanten Antifa-Szene.

Nachdem auf der Internetseite „Linksunten Indymedia“ jahrelang zu Straftaten aufgerufen und gegen Andersdenkende gehetzt wurde, konnten die deutschen Behörden einen wichtigen Schlag gegen die extremistische Antifa-Szene landen.

Razzia gegen „Indymedia“

Am Freitagmorgen wurde den mutmaßlichen „Indymedia“-Betreibern demnach eine Verbotsverfügung zugestellt. In der Bekanntmachung des Ministeriums heißt es laut „Spiegel“, die Seite laufe „nach Zweck und Tätigkeiten den Strafgesetzen zuwider“ und richte sich gegen die verfassungsmäßige Ordnung. Bei der Razzia gegen die mutmaßlichen Betreiber gab es nach Angaben der „Welt“ allerdings keine Festnahmen. Die Beamten konnten in den Räumlichkeiten eines Antifa-Kulturzentrums Laptops, Schlagstöcke, Zwillen und Messer sicherstellen.

Gewaltaufrufe und Bekennerschreiben aus der Antifa-Szene

Auf der Antifa-Plattform veröffentlichten anonyme Autoren regelmäßig Bekennerschreiben sowie Aufrufe zu Brandanschlägen, Sachbeschädigungen oder Angriffen auf politisch unbliebsame Personen. Die Antifa-Extremisten nutzten die Seite auch, um Andersdenkende mitsamt Foto, Name und Adresse zu „outen“ und zu denunzieren. Außerdem fand man auf der Seite beispielsweise Anleitungen zur Herstellung von Molotow-Cocktails.