Ex-Parteichef Lafontaine kritisiert Asylpolitik der „Linken“

By xtranews.de (Flickr: IMG_4211.jpg) [CC BY 2.0], via Wikimedia Commons

Der ehemalige Chef der Linkspartei, Oscar Lafontaine, hat die Asylpolitik seiner Partei kritisiert. Durch die verfehlte Asylpolitik der Parteivorsitzenden Katja Kipping und Bernd Reixinger habe man die Gunst der Wähler verspielt.

Wie die „Welt“ berichtet, verlor die Linkspartei ehr als 400.000 Wähler, vor allem Arbeiter und Arbeitslose, an die AfD. Oskar Lafontaines Gattin und Fraktionsvorsitzende der Linken, Sahra Wagenknecht, empfahl ihrer Partei am Wahlabend deshalb, die bisherige Migrationspolitik zu überdenken. Lafontaine selbst legte später auf seiner Facebookseite nach:

„Der Schlüssel für diese mangelnde Unterstützung durch diejenigen, die sich am unteren Ende der Einkommensskala befinden, ist die verfehlte ‘Flüchtlingspolitik’. Dieser Vorwurf trifft nicht nur Die Linke, sondern alle bisher im Bundestag vertretenen Parteien, weil bei ihren Antworten auf die weltweite Flüchtlingsproblematik das Prinzip der sozialen Gerechtigkeit außer Kraft gesetzt wurde.“

Masseneinwanderung auf Kosten der sozial Schwachen

In seinem Facebookeintrag ging der Ex-Parteichef auch auf die Probleme am Arbeitsmarkt ein, welche durch die Masseneinwanderung entstehen.


„Man darf die Lasten der Zuwanderung über verschärfte Konkurrenz im Niedriglohnsektor, steigende Mieten in Stadtteilen mit preiswertem Wohnraum und zunehmende Schwierigkeiten in Schulen mit wachsendem Anteil von Schülern mit mangelnden Sprachkenntnissen nicht vor allem denen aufbürden, die ohnehin bereits die Verlierer der steigenden Ungleichheit bei Einkommen und Vermögen sind“, so Lafontaine.

Linken-Vorsitzende will an bisheriger Migrationspolitik festhalten

Die jetzige Parteivorsitzende Kipping sieht hingegen weiterhin keinen Fehler in der Migrationspolitik und behauptete auf einer Pressekonferenz, man habe die richtige Antwort gegeben. Die Einmischung von Lafontaine sei daher überflüssig.

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