Der nächste Skandal:

Auch Grüne in Dirty Campaigning-Seiten involviert

Screenshot: Facebook

„Verein Freunde der Tagespolitik“ (VFdT) veröffentlichte heute interne Informationen über anonyme Satire-Seiten auf Facebook. Überraschend: Neben der SPÖ sind auch Grüne daran beteiligt.

VFdT berichtet über eine Seite namens „Ich mach den Integrationsstaatssekretär bei Humboldt“, die über 20.000 Follower auf Facebook hat.

„Raketa“

Nachdem die Seite „Ich mach den Integrationsstaatssekretär bei Humboldt“ 2013 brach lag, übernahm VFdT und Raketa gemeinsam das Veröffentlichen auf der Seite: „Zwischen den Betreibern von Raketa und Verein Freunde der Tagespolitik wurde vereinbart, dass wir die Seite bespielen dürften – was auch umgesetzt wurde.“ Das ging gut, bis zu dem Zeitpunkt, als VFdT die Grünen kritisierte: „Als wir auf Verein Freunde der Tagespolitik einen Artikel über das brutale und humorlose juristische Vorgehen der Grünen in Salzburg gegen Satiriker thematisierten, flogen wir sofort aus dem Adminteam. Ohne Rücksprache und Begründung.“

Geheime Admin-Liste

VFdT nimmt den aktuellen Dirty Campaigning-Skandal der SPÖ zum Anlass, die geheimen Administratoren der Seiten offenzulegen: „Hinter Raketa und somit ‚Ich mach den Integrationsstaatssekretär bei Humboldt‘ steckten teilweise hochrangige Mitarbeiter und Funktionäre der SPÖ und der Grünen.“

Als Administratoren werden die Profile von Abaham K., David S. und Alexander S. genannt. Alle Profile stehen den Grünen oder der SPÖ nahe. Doch der Skandal lauert in einer weiteren Enthüllung.

Hochrangiger SPÖ-Mitarbeiter

„Wir hatten in der Sache ‚Staatssekretär‘ dazumals Kontakt via SMS und Telefon mit einem gewissen Gerald Demmel. Dieser arbeitet bis heute ziemlich zentral in der SPÖ an Internetagenden, beispielsweise für den SPÖ Klub, wo er laut Twitter-Profil als ‚Klubsekretär Presse‘ auftritt. Deshalb durfte er schon damals nirgendwo persönlich aufschlagen“, schreibt VFdT.

Er soll alle Agenden bezüglich „Raketa“ und „Staatssekretär“ geleitet haben. Heute betreut er laut Impressum auch die Seite „Kontrast.at“, auf welcher polemisch über den politischen Mitbewerber hergezogen wird.

Funktionärin der Grünen beteiligt

Eine weitere Person hinter Raketa war Mag. Katharina Behrens, 2013 Mitglied und Funktionärin der Grünen in Ottakring und Publizistin in grünen Parteizeitungen. Heute ist sie Bezirksrätin. Behrens und oben erwähnter David S. sind bis heute eingetragene Vorstände des Vereins „Raketa“ – auch wenn offensichtlich seit 2013 kein neuer Vorstand gemeldet wurde.

Das Satireprojekt Raketa war übrigens eine Abspaltung der Onlinezeitung derStandard. 1999 war es unter dem Namen „Die gelbe Seite“ von der Tageszeitung DerStandard ins Netz gestellt und im Jahre 2000 unter dem Namen „derZustand“ als selbständige Website abgetrennt. 2002 war laut Unzensuriert die Wandlung zu RAKETA vollzogen. Auf abscheulichste Art und Weise wurde auf Raketa gegen die FPÖ gehetzt.

„Und jetzt kann man einmal über die inhaltlichen und personellen Überschneidungen von Standard, SPÖ und Grünen philosophieren. Und zudem kann man sich fragen, ob die Grünen am aktuellen Dirty Campaigning wirklich so unschuldig sind, wie sie von sich selbst behaupten“, schreibt VFdT weiter.

Benachrichtige mich zu:
Eva Pichler

Einiges mehr an Hintergründen findet sich auch bei Alexandra Bader – u.a. in den Leserkommentaren!
https://alexandrabader.wordpress.com/2017/10/01/christian-kern-soll-zum-ruecktritt-gezwungen-werden/ und auch auf der SPÖVP seite https://www.mobbing-konkret.at/wider-des-vergessens/

lucki

KotzbrockInnen überall.

hein-tirol

Man kann es drehen und wenden wie man will: Die Grünen waren und sind keine demokratische Partei. Für mich sind es Faschisten, die auch noch die Antifa fördern – vergleichbar mit einem gewissen Volkssturm.