Beitrittsgespräche liegen derzeit auf Eis

Erdogan: „Wir brauchen EU-Mitgliedschaft nicht mehr“

Kremlin.ru [CC BY 4.0], via Wikimedia Commons

Glaubt man den Worten des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan, strebt die Türkei selbst keinen EU-Beitritt mehr an. Dennoch wäre man „glücklich“, zur Zukunft der EU beitragen zu können, heißt es im Bericht der „Presse„.

Bei der feierlichen Eröffnung der jährlichen Sitzung des nationalen Parlaments nahm der türkische Präsident zu einem möglichen EU-Beitritt der Türkei Stellung.

Erdogan zeigt der EU die kalte Schulter

„Um ehrlich zu sein: Wir brauchen die EU-Mitgliedschaft nicht mehr„, sagte Erdogan in Hinblick auf die derzeit brachliegenden Beitrittsverhandlungen. Die EU müsse die Türkei aber als Vollmitglied aufnehmen, sollte sie einen „großen Sprung nach vorne machen“ wollen. Der türkische Präsident begründete dies damit, dass eine zukünftige EU-Mitgliedschaft der Union eine „wirtschaftliche und kulturelle Expansion“ ermöglichen würde.

„Wir machen weiter wie gewohnt“

Es werde auch  nicht die Türkei sein, die die Verhandlungen aufgebe, betonte der türkische Präsident. Ob die Türkei aber wirklich EU-Mitglied wird, scheint für Erdogan nicht mehr allzu wichtig zu sein: „Wir werden halt so weitermachen wie gewohnt“.

Die Beitrittsverhandlungen zwischen Ankara und der EU liegen derzeit auf Eis. Beim EU-Gipfel Mitte Oktober wollen die EU-Mitgliedsstaaten darüber beraten, ob die Beitrittsgespräche mit der Türkei beendet oder weiterhin stillgelegt werden.

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