Anti-Trump-Kampagne als Marketing

US-Firma will Land kaufen, um Trumps Mauerbau zu verhindern

By Michael Vadon (Own work) [CC BY-SA 4.0], via Wikimedia Commons

Ein amerikanischer Spielkarten-Hersteller hat sich als Ziel gesetzt, den von US-Präsident Donald Trump angekündigten Mauerbau an der mexikanischen Grenze zu blockieren. Dazu hat die Firma ein Grundstück im Grenzbereich gekauft, berichtet „RT Deutsch„.

Eine 3.000 Kilometer lange Grenzmauer zu Mexika – das war eine der zentralen Punkte, die US-Präsident Donald Trump im Wahlkampf seinen Wählern versprochen hatte. Mittlerweile stehen auch bereits die ersten Prototypen der Mauer, die den illegalen Grenzübertritt in die USA unmöglich machen sollen.

Anti-Trump-Kampagne als Marketing-Gag?

Doch der Spielkarten-Hersteller „Cards Against Humanity“ will den Bau der Mauer blockieren. Dazu kaufte die Firma ein Stück Land entlang der amerikanisch-mexikanischen Grenze, um den Mauerbau „so zeitaufwendig und teuer wie möglich zu machen“. Dieses Land soll dann laut „Bento„-Bericht in Mini-Grundstücke geteilt und weiterverkauft werden. Demnach können Kunden für 15 Dollar ein Spezial-Paket kaufen. Darin enthalten sind eine Karte vom gekauften Land, ein Zertifikat und ein Kartenspiel der Firma.

Noch ist unklar, wie viele Personen sich dieser Kampagne bereits angeschlossen haben. Laut Eigenaussage seien bereits alle 150.000 angebotenen Mini-Grundstücke verkauft.

Trump stößt auf Widerstände

Mit dieser Kampagne wird das Unternehmen den Mauerbau zwar nicht verhindern, aber wahrscheinlich verzögern und die Kosten in die Höhe treiben können. Die Aktion steht damit sinnbildlich für die vielen Versuche, Trump an der Umsetzung seiner versprochenen Einwanderungspolitik zu hindern. Beispielsweise hatte sich die Stadt Chicago im August geweigert, im Kampf gegen illegale Einwanderung mit den Bundesbehörden zu kooperieren.

 

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