Geheimdienst-Chef warnt vor einer Milliarde Migranten weltweit

By Julien Harneis [CC BY-SA 2.0], via Wikimedia Commons

Der deutsche Geheimdienst-Chef Bruno Kahl hat in einer Rede in München davor gewarnt, dass der Migrationsdruck auf Europa zunehmen werde.

Bei einem Auftritt der CSU-nahen Hanns-Seidel-Stiftung in München sprach der Präsident des Bundesnachrichtendienstes (BND), Bruno Kahl, Klartext zum Thema Demografie und Migration.

Migrationsdruck auf Europa wird steigen

In seiner Rede sagte der BND-Chef für das Jahr 2030 wörtlich voraus: „Weit über eine Milliarde Menschen werden künftig einen rationalen Migrationsgrund haben.“ Dadurch werde auch der Migrationsdruck auf Europa zunehmen. „Fraglich ist, ob die europäischen Regierungen es schaffen, Steuerungspotenzial aufrechtzuerhalten oder neu zu kreieren, um diese Entwicklung zu beeinflussen“, so Kahl.

Rasantes Wachstum der Weltbevölkerung

Die steigende Migration sei vor allem eine Folge des demografischen Wachstums. Bis zum Jahr 2030 werde die Weltbevölkerung vermutlich von heute 7,5 auf dann 8,5 Milliarden Menschen ansteigen. Derzeit wachse die Bevölkerung Afrikas um jährlich über 30 Millionen Menschen.

„Es ist sehr fraglich, ob die westlichen Bemühungen, Fluchtursachen zu bekämpfen, mit dieser Dynamik überhaupt Schritt halten können“, gab der BND-Chef zu bedenken.

Noch mehr Migration

Außerdem könnte eine Verbesserung der wirtschaftlichen Lage in Afrika die Migration noch steigern:

„Selbst wenn es gelingen sollte, die wirtschaftliche Lage einzelner afrikanischer Staaten zu verbessern, wird dies vermutlich zunächst zu noch mehr Migration führen. Denn dann werden viele Personen selbst bei einem sehr begrenzten Wirtschaftswachstum zum ersten Mal überhaupt die Möglichkeit haben, die Reise nach Europa zu finanzieren.“

Erhebliche Migrations- und Destabilisierungs-Potenziale

Weiters warnte Kahl davor, dass die Zahl der „Umweltflüchtlinge“ in Zukunft  dramatisch zunehmen werde. Er geht dabei davon aus, dass die Zahl „durchaus im dreistelligen Millionenbereich liegen“ könnte. Zudem galten bereits 2016 etwa 815 Millionen Menschen als unterernährt.

„Diese Menschen werden sich die Flucht vorerst nicht leisten können, aber vermutlich aufgrund ihrer persönlichen Lebenssituation in vielen Einzelfällen hinreichend Motive haben, das eigene Land zu verlassen“, erklärt Kahl.

Und abschließend:

„Solche Zahlen deuten nicht nur künftige Migrations-, sondern auch ganz erhebliche Destabilisierungs-Potenziale in den betroffenen Weltregionen an.“

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