Präsident Akufo-Addo

Ghana: Deutliche Absage an Politik der Entwicklungshilfe

von Mission of Norway to the EU (https://www.flickr.com/photos/norway_mission_eu/) [CC BY 2.0], via Wikimedia Commons

„Wir können nicht länger eine Politik für unsere Länder und Regionen verfolgen, die auf Unterstützung der westlichen Welt, Frankreich oder der Europäischen Union aufbaut. Das hat nicht funktioniert und es wird nicht funktionieren“ – mit diesen deutlichen Worten kündigte der Präsident von Ghana an, sein Land unabhängig von Entwicklungshilfe zu machen.

Die Aussagen von Nana Addo Dankwa Akufo-Addo fielen während eines Besuchs von Emmanuel Macron im Anschluss an den Gipfel zwischen der Afrikanischen Union und der EU.

Ende der Abhängigkeit

Akufo-Addo, der seit diesem Jahr Präsident von Ghana ist, setzte fort: „Es ist für ein Land wie Ghana nicht richtig, 60 Jahre nach der Unabhängigkeit finanzielle Mittel für die Gesundheit oder Bildung von der Großzügigkeit der europäischen Steuerzahler abhängig zu machen“. Das engagierte Ziel des Präsidenten sind umfangreiche Reformen in der Wirtschafts- und Bildungspolitik.

Denn gegenwärtig ist Ghana wegen hoher Staatsverschuldung, niedrigem Steuereinkommen und schwacher Infrastruktur von internationalen Zahlungen abhängig. 2017 jährte sich der 60. Jahrestag der Unabhängigkeit und sorgte für eine Debatte, ob der Jahrestag unter diesen Umständen überhaupt gefeiert werden solle. „Wir werden uns auf den Weg machen und ein Ghana errichten, das nicht von Barmherzigkeit abhängig ist. Es wird ein Ghana jenseits der Hilfe“, kündigte jedenfalls schon im Jänner an.

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Das wird den Helfern aber garnicht gefallen, wenn ihnen ein armes, unschuldiges, schutzbedürftiges Opfer abhanden kommt.