Orban in Bayern: „Betrachten Sie mich als Ihren Grenzschutz-Kapitän“

Symbolbild: By European People's Party (Viktor Orbán) [CC BY 2.0], via Wikimedia Commons

Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban hat der bayrischen CSU einen Besuch abgestattet. Dabei äußerte er sich auch zur Migrationspolitik. Diese sei zu einem „Demokratieproblem“ für Europa geworden, so Orban laut Bericht der „Welt„.

Nach dem Treffen sprachen sowohl der Fidesz-Vorsitzende Viktor Orban als auch CSU-Chef Horst Seehofer zu den Journalisten vor Ort.

Politiker haben nicht gemacht, was das Volk wollte

Ungarns Premier verwies dabei einmal mehr auf die Kluft zwischen den europäischen Bürgern und der herrschenden Politik.


„In Europa haben Politiker vielerorts nicht das gemacht, was vom Volk gewollt wurde. In der Demokratie gibt es dann immer Störungen“, so Orban.

Diesen Widerspruch müsse man auflösen. Der Wille des Volkes sei nämlich eindeutig:

„Sie wollen nicht unter Terrorgefährdung leben, sie wollen, dass es Sicherheit gibt, sie wollen, dass die Grenzen geschützt werden.“ 

2018: „Wiederherstellung des Volkswillens“

Vor den Journalisten zeigte sich Orban zudem davon überzeugt, dass sich die europäische Migrationspolitik in diesem Jahr ändern werde. Wörtlich sagte er:

„Ich habe unseren bayrischen Freunden gesagt, dass ich denke, dass 2018 das Jahr der Wiederherstellung des Volkswillen in Europa sein wird. Und dass das europäische Volk Schritt für Schritt erzwingen wird, dass auch in Sachen der Migrationsfrage solche Entscheidungen getroffen werden, die seinem Interesse dient.“

Chaos und Rechtswidrigkeit wurden gefeiert

Beim Treffen mit der bayrischen CSU betonte Orban, dass Ungarn weiterhin auf Grundlage der Rechtmäßigkeit stehe.

„Und wie ich bereits vor zwei Jahren gesagt habe: Betrachten Sie mich nach wie vor als ihren Grenzschutz-Kapitän, denn die Südgrenze Bayerns verläuft an der serbisch-ungarischen Grenze. Und wenn wir diese Grenze schützen, schützen wir damit auch Bayern“, fügte der Fidesz-Vorsitzende hinzu.

Ungarn sei von Anfang an für Einhaltung des Grenzschutzes gewesen, selbst „als es noch Orte in Europa gab, wo Chaos und Rechtswidrigkeit gefeiert worden sind“.

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4 Kommentare

  1. Auch der ORF hat über diese sonderbaren Äusserungen des Viktor Orban berichtet. Sichtliche Irritationen hat das dem Sprecher bereitet. Verständlich, wenn man so etwas hört, ganz ohne den sonst üblichen, moralische Sicherheit vermittelnden Rahmen von Empörung und Zurechtweisung. Da kann einem schon Angst und Bange werden, auf der linken Seite des politischen Wohlgefühls.

  2. Die Ungarn sind zu beneiden – ein Politiker der sich dem Willen es Volkes verpflichtet fühlt.
    Das Normale wird zur Einmaligkeit, wir haben es geschafft.

  3. Was wohl an der Medienfront und in linken Frauengruppen los wäre, wenn man neben dem unkontrollierten Zuzug hunderttausender junger aggressiver muslimischer Männer jetzt hunderttausende nichtmuslimische, friedliche, junge, unbegleitete Mädchen z. B. aus Thailand, Brasilien, Venezuela oder Kenia einreisen lassen würde. Da gäbe es eine völlig neue Welle an Hilfsbereitschaft, Wohnangeboten, Bürg- und Patenschaften usw. Eine neue Willkommenskultur und Refugees welcome-Bewegung würde entstehen.
    Manchmal geht es eben nur noch mit Ironie und Satire.

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