Die Antwort darauf war schon eindeutiger

FPÖ, sag‘ wie hast du es mit dem Islam?

FPÖ, Islam
Bilder und Bildkomposition: Info-DIREKT

Immer wieder werden Politiker der FPÖ mit der Frage konfrontiert, ob der Islam zu Österreich gehöre. Die Antworten darauf fallen teilweise etwas unterschiedlich aus. Manche Mainstream-Medien schreiben sogar von Widersprüchlichkeiten innerhalb der Partei.

von Michael Scharfmüller

Vor der Wahl gab HC Strache ganz klar zu verstehen, dass der Islam nicht zu Österreich gehöre. Auch der Nationalratsabgeordnete Philipp Schrangl (FPÖ) stellte, nachdem ihn die Oberösterreichischen Nachrichten falsch zitiert haben sollen, gegenüber Info-DIREKT klar fest:

 „In Wahrheit gehört der Islam nicht zu Österreich und auch nicht zu Deutschland.“

Änderte Regierungsbeteiligung Haltung gegenüber dem Islam?

Seitdem die FPÖ in der Regierung sitzt, scheint die Positionierung der FPÖ gegenüber dem Islam nicht mehr ganz so eindeutig zu sein, wie vor der Wahl. Breite Teile der FPÖ-Basis und einige Bundespolitiker (wie bspw. Michael Raml) bleiben zwar dabei, dass der Islam nicht zu uns gehöre und auch für HC Strache ist der Islam nach wie vor kein Teil Österreichs. Gegenüber dem Gratisblatt „Heute“ soll er jedoch auch gesagt haben:

„Bürger mit islamischem Glauben sind aber heute Teil der Gesellschaft.“

Die von der FPÖ nominierte Außenministerin Karin Kneissl fand Anfang Jänner in der ZiB 2 auf die Frage, ob der Islam zu Österreich gehöre, ähnliche Worte:

„Muslime gehören zu Österreich.“

Vor kurzem antwortete zudem Verteidigungsminister Mario Kunasek (FPÖ) auf dieselbe Frage der Presse:

„Wir wissen alle, dass es selbstverständlich so ist.“

Zahlreiche Mainstream-Medien brachten diesen Satz (teilweise sogar falsch zitiert) und machten eine große Geschichte daraus. Dass Kunasek auch gesagt hat, dass es in den nächsten Monaten geklärt wird, wie man damit umgehen wolle, ließen die meisten Medien jedoch unter den Tisch fallen. Das ist aber die entscheidende Frage.

Wollen wir das überhaupt?

Der Islam gehört (abgesehen von wenigen Ausnahmen) nicht nach Europa, dennoch prägen er und seine Glaubensanhänger den öffentlichen Diskurs in Europa entscheidend. Die Frage lautet daher nicht, ob der Islam Teil unserer Heimat und Kultur ist (was er nicht ist), sondern vielmehr ob wir das wollen?

Will die FPÖ auch nach dieser Regierungsbeteiligung wieder gewählt werden, wird es wichtig sein, ob sie dazu beitragen kann die weitere Islamisierung unserer Heimat zu stoppen. Ohne einen klaren, einheitlichen Standpunkt zu diesem Thema wird dies schwer werden …

Info-DIREKT: Herzenssache Südtirol