Wer nicht zu seiner Heimat steht, wird abgewählt!

Viktor Orban als wichtiges Vorbild für ganz Europa?

Viktor Orban
Bild Viktor Orban: Von Kremlin.ru, CC-BY 4.0, Link; Bild Fritz Langberg: privat; Bildkomposition: Info-DIREKT

Am Sonntag wurde der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban zum dritten Mal im Amt bestätigt: Mit einem Plus von vier Prozent ist ihm auch dieses Mal die absolute Mandatsmehrheit sicher. Nach derzeitigem Stand stehen seiner Fidesz-Partei 133 der insgesamt 199 im Parlament zu vergebenden Sitze zu. Wie viele Wahlen wirkt auch diese über ihre Grenzen hinaus, sie ist ein wichtiges Symbol für ganz Europa.

Ein Gastkommentar von Friedrich Langberg

Volksvertreter im Sinne des Wortes

Orban reiht sich mit seinem Triumph in eine Kette erfolgreicher Staatsmänner ein, die einen politischen Paradigmenwechsel vorantreiben. Nicht nur im Westen hat sich ein Trend etabliert, der langfristig die Demontage einer dekadent gewordenen, globalistischen Elite bedeuten wird. Dieser Trend besteht darin, dass überall Politiker gestärkt werden, die demonstrativ im Interesse des Volkes handeln, dem sie verpflichtet sind: ihrem eigenen. Leute wie Putin, Trump, Kurz oder Orban. Natürlich sind all diese Staatschefs grundverschieden, doch der sie einende Grundsatz ist ein kerngesunder – und er wird sich durchsetzen. Eben weil wir in Demokratien leben.

Wenn Unrecht zu Recht wird…

Für jene Politiker nämlich, die sich der übrigen Welt emotional stärker verbunden fühlen als dem eigenen Staatsvolk, werden Urnengänge nach und nach zu einem öffentlichen Akt der Demütigung. Sie werden stark geschwächt oder komplett abgewählt. Siehe Italien, Deutschland oder Österreich.

Diese Machthaber sind mit dem sozialen Experiment gescheitert, homogene Nationalstaaten in multiethnische Verwaltungszonen zu transformieren. Mit welchem Ergebnis? Die einheimische Bevölkerung ist mit der zügellosen Zuwanderung überfordert und die Migranten fühlen sich von der Mehrheitsbevölkerung nicht akzeptiert. Die damit einhergehenden Zustände subsumieren verträumte Gutmenschen unter dem verklärten Begriff der „Buntheit“ – an der sie sich aber letztlich nur noch selbst erfreuen. Ein Miteinander ist in Wahrheit nämlich nie entstanden, nur ein Nebeneinander, das zunehmend zu einem Gegeneinander wird.

Symbole des Umbruchs

 Politiker wie Orban sind nicht nur Verwalter der politischen Exekutive. Sie sind stabile Symbole des demokratischen Widerstandes gegen eine Politikerkaste, von der eine Mehrheit sich verraten fühlte. Mit ihrem Erfolg beweisen sie den Resignierten in anderen Ländern, dass mit der notwendigen Entschlossenheit ein Wandel machbar ist.

Wenn Politiker wie Orban oder Kurz in immer mehr Ländern Verbündete an der Macht vorfinden, dann kann die Achse Merkel-Macron gebrochen werden. Dann findet der Wandel nicht nur in Ungarn oder in Österreich statt, sondern in ganz Europa.

Jeder Dammbruch fängt mit einem Haarriss an, und die Mauer der etablierten Machtelite zählt dieser Risse inzwischen ganz schön viele…

Info-DIREKT: Herzenssache Südtirol