Fanatiker können ohnehin kein Teil der Gesellschaft sein

Hamed Abdel Samad: Integration ist komplett gescheitert

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Unlängst stellte der islamkritische Politologe Hamed Abdel Samad sein neues Buch zum Thema Integration vor. Dabei schonte er in seiner präzisen Analyse weder Politiker noch Migranten.

Man kann Fanatiker nicht integrieren

Für Abdel Samad fängt der Fehler schon im falschen Ansatz an. Immer diskutieren wir nur darüber, was wir für Migranten tun können und müssen. Nie wird die Frage gestellt, was man von ihnen erwarten darf. Die Öffentlichkeit verrennt sich im Versuch, Muslime über den Islam zu integrieren. Etwa, indem man islamische Vereine mit hohen Summen fördert. Oder, indem man Kopftuch und Burka toleriert, aber die Kreuze abhängt. Dies ist völlig irrational, denn wenn jemand in seinem Glauben so fanatisch ist, dass er nur über die Religion Teil der Gesellschaft werden kann, dann ist er hier sowieso falsch.

Außerdem: Je mehr diverse Kultur- und Religionsvereine gefördert wurden, desto mehr Radikalismus und Salafismus breiteten sich aus. Damit wurde das Gegenteil dessen erreicht, was man beabsichtigt hatte.

Grundrechte wiegen schwerer als der Islam

Das Grundgesetz, so heißt es immer, sei nicht verhandelbar. Wirklich? Was ist mit dem Recht auf körperliche Unversehrtheit, dass für die Beschneidung von Kleinkindern regelmäßig ausgesetzt wird? Oder mit dem Verbot der Tierquälerei, das bei der Schächtung von halal-Fleisch nicht angewandt wird? Mit den zahlreichen Kinderhochzeiten, die als kulturelle Randphänomene bagatellisiert werden?

Und vor allem: Was ist mit der Meinungsfreiheit? Sie wird immer weiter zugunsten religiöser Empfindungen von eingewanderten Fanatikern beschnitten. Hamed Abdel Samad weiß, wovon der spricht. Seit er sich kritisch zum Islam äußert, kann er keinen festen Wohnsitz mehr haben und ist rund um die Uhr von Personenschützern umgeben.

Wir unterstützten die Falschen

Die Sachlage wird nicht besser, wenn man sie zu verschweigen versucht. Muslimische Migranten stellen 50% der Haftinsassen, aber nur etwa 5% der Gesamtbevölkerung. In der Bildung sind sie die am schlechtesten abschneidende Gruppe. Dementsprechend hoch ist unter ihnen auch die Arbeitslosigkeit.

Die Gewalt gegen Frauen ist auch ein Kapitel für sich. Musliminnen begehen nach Samad mehr als doppelt so oft Selbstmord wie Frauen ohne Migrationshintergrund. Zufälle?

Ebenso offensichtlich ist der sich ausbreitende Antisemitismus. Der sei in der islamischen Kultur nicht erst mit Israel gekommen, wie viele glauben. Der Autor dazu wörtlich:

„Die arabische Welt ist verseucht von Antisemitismus. [..] Schon lange vor der Gründung Israels. […] Das erkennt man auch daran, dass Adolf Hilters „Mein Kampf“ seit Jahrzehnten immer wieder Dauerbestseller in arabischen Ländern ist.“