Die Verhandlungen verraten den Wählerwillen

Wie Theresa May und die globalistische Elite den Brexit boykottieren

By EU2017EE Estonian Presidency (Theresa May) [CC BY 2.0 (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0)], via Wikimedia Commons

Als im Sommer 2016 17,4 Millionen Briten für den Austritt aus der EU stimmten, jubelte das patriotische Europa. Mit der größten Wahlbeteiligung in der Geschichte des Landes, hatte sich eine demokratische Revolte ereignet. Der Brexit war für viele ein Beweis, dass es möglich ist, aus dem Alptraum EU auszubrechen.

Von Alexander Markovics

Wie der Brexit verraten wurde

Doch von Anfang an wurde das Nein zur EU hintertrieben. Auch der Rückzug der Brexit-Galionsfigur Nigel Farrage trug seinen Teil dazu bei. Lange stritt man sich in der „konservativen“ Regierung Großbritanniens (Bestehend aus den Torries, vergleichbar mit der ÖVP) über einen harten oder weichen Brexit. Hier ging es darum, ob man die Interessen der Wirtschaft in den Vordergrund stellen und dafür der EU möglichst entgegenkommen sollte. Dieses Lager wurde von Premierministerin Theresa May, aber auch dem globalistischen Establishment in Großbritannien vertreten. Auf der anderen Seite standen die Befürworter eines harten Brexits, angeführt vom ehemaligen Minister Boris Johnson. Dieser hätte für das Vereinigte Königreich zwar wirtschaftliche Einschnitte, aber auch einen Wiedergewinn der britischen Souveränität bedeutet.

Austritt aus der EU, aber weiterhin Masseneinwanderung

Die Briten stimmten vor allem aus zwei Gründen für den Brexit: Erstens, weil sie wieder Kontrolle über ihre Grenzen und ihr Rechtssystem zurückgewinnen wollten. Zweitens, weil sie die englische Wirtschaft wieder unabhängig machen wollten. Dies bedeutet einen Austritt aus dem gemeinsamen Markt und der Zollunion. Genau diese Hoffnungen der britischen Arbeiterklasse und Unterschicht wurden von Theresa May verraten. Trotz des Austritts aus der EU wird Großbritannien weiterhin Masseneinwanderung und der Einschränkung der eigenen Wirtschaft durch Brüssel ausgesetzt sein. Als Reaktion darauf traten die Minister David Davis und Boris Johnson kurz nacheinander zurück. Der „Bauernaufstand“, wie der Abgeordnete Delinpole den Brexit bezeichnete, wurde vom Establishment verraten.

Noch ist Großbritannien nicht verloren

Doch der Wille des Volkes zum harten Brexit bleibt. Die Globalisten können diese Entscheidung zwar verraten – aber das patriotische Lager in Großbritannien wird weiterhin für die Souveränität des Landes kämpfen. Für den Rest Europas bedeutet dieses Beispiel, dass der EU Austritt nicht einfach mit einer Abstimmung erledigt ist. Die Verhandlungen danach werden mindestens genauso wichtig sein.

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