Til Schweiger, Wolfgang Ambros oder Heino sind keine Ausnahmen

Prominente: Sie wähnen sich im Widerstand, doch machen Propaganda

Bild: Ailura, CC BY-SA 3.0 AT [CC BY-SA 3.0 at (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/at/deed.en)], from Wikimedia Commons; von Thomas Schmidt (netAction) [CC BY-SA 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], vom Wikimedia Commons

Prominente und Künstler ließen sich zu allen Zeiten vor den Karren der Regime spannen, in denen sie sich bewegt haben. Auch heute ist das nicht anders. Sie wähnen sich im mutigen Widerstand. In Wahrheit aber sind sie nur reichweitenstarke Erfüllungsgehilfen politischer Propaganda.

Von Martin Pfeiffer

Erfolgreiche Sportler, Schauspieler und Künster waren zu allen Zeiten meist in gutem Einvernehmen mit dem jeweiligen Regime. Ein Widerspruch zum herrschenden System fand wohl auch aus Angst um die eigene Existenz nur selten statt. Aus diesem angeblich schändlichen Schweigen vieler Prominenter in vergangenen Epochen leiten nun Kunstschaffende und Leinwandhelden die Verpflichtung ab, wenigstens in der Jetztzeit mutig aufzutreten. Immer dann, wenn nach ihrem Rechts- und Moralverständnis etwas schief läuft. Sprich, wenn etwas faul zu sein scheint „im Staate Dänemark“.

Widerstand sieht anders aus

Dabei merken diese Gutmenschen gar nicht, dass sie sich für schnöde Politpropaganda einspannen lassen und damit ja überhaupt keinen „Widerstand“ leisten! Denn was ist mutig daran, wenn man „Mutti Merkels“ Phrasen von „Refugees Welcome“ nachplappert und vor vermeintlicher Fremdenfeindlichkeit in deutschen Landen warnt?

Der Einsatz für offene Grenzen endet am eigenen Gartenzaun

Man denke etwa an den Mundwerksburschen Till Schweiger, der jüngst zur Lachnummer wurde, weil er auf seinem Landsitz auf Mallorca die Polizei rief. Das tat er, weil der bekannte deutsche Radrennsportler Jan Ullrich über seinen Zaun geklettert war. Man bedenke, wie sehr Multikulti-Schweiger doch im Großen für offene Grenzen eintritt! Oder an die fest im Zeitgeist segelnden Alt-Sänger Herbert Grölemeyer – pardon, Grönemeyer – und Wolfgang Ambros. Sie trommeln für das Hereinholen Kulturfremder in Massen und poltern gegen Parteien, die zuerst dem Wohl des eigenen Volkes verpflichtet sind.

Sie selbst nehmen niemanden auf

Wo ist da eigentlich der Mut dieser zumindest geistig abgesandelten Typen, wenn sie im Sinne der Staatssender ARD, ZDF bzw. ORF trommeln und selbstherrlich von „Menschlichkeit“ faseln? Aber selbst und vor allem auf eigene Kosten nehmen sie – genauso übrigens wie die großen christlichen Kirchen hierzulande – keine Wirtschaftsmigranten auf.

Heino: Mit Heimatliedern „gegen Rechts“

Wie groß der Druck auf sogenannte Staatskünstler ist, mit der gutmenschlichen Meute mitzuschwimmen und mitzusingen, war vor einigen Jahren am Beispiel des nationalen Barden Heino zu sehen. Er ließ sich zusammen mit anderen Kollegen in der BILD-Zeitung abbilden, um „gegen Rechts“ aufzutreten. Ausgerechnet der betagte Heimatsänger, der die deutsche Nationalhymne in allen drei Strophen sowie patriotische Heimatlieder sang. Auch er ließ sich aus Angst vor Ausgrenzung oder zumindest schlechten Kritiken vor den Karren der Multikulti-Lobby spannen.

Erbärmlich! Daher nochmals die Frage: Worin liegt in unserer Zeit der Mut, wenn man unter dem Beifall der etablierten Politik und Medien sich für deren Ziele einspannen lässt?

Über den Autor

Martin Pfeiffer ist promovierter Jurist und Publizist. Nach redaktioneller Tätigkeit bei der Wiener Wochenzeitung „Zur Zeit“ (1999–2003) wechselte er in die Schriftleitung des Grazer Monatsmagazins „Die Aula“, das er bis zur Einstellung im Juni 2018 gestaltete, und wurde 2004 auch Geschäftsführer des Aula-Verlages. Er ist Obmann des „Kulturwerks Österreich“ und tritt als Redner im gesamten deutschsprachigen Raum sowie als Buchautor auf. Martin Pfeiffers „Querschläger“-Kolumne wird nun wöchentlich bei Info-DIREKT erscheinen.