Dank FPÖ ist Uralt-Song wieder in den Charts

Falsche Empörung: So profitiert Wolfgang Ambros von der FPÖ

Wolfgang Ambros mit Schifoan dank FPÖ auf Platz 1
Bild Wolfgang Ambros: Ailura, CC BY-SA 3.0 AT [CC BY-SA 3.0 at], from Wikimedia Commons; Bild Charts: Bildschirmfoto von i-tunes; Bildkomposition: Info-DIREKT

Seit Jahrzehnten hat der Austropopper Wolfgang Ambros keinen wirklich großen musikalischen Erfolg mehr gelandet. Nun ist es ihm aber gelungen, einen 1976 erschienenen „Hadern“ wieder in den Charts zu platzieren. Wie ihm das gelang? Ganz einfach: Er hat die FPÖ beschimpft.

von Michael Scharfmüller

In den Mainstream-Medien dürfte es eine Regel geben: Wer die Regierung kritisiert, bekommt eine Schlagzeile. Das war so schon bei Herbert Kickls Cousinchen, einer nicht sehr erfolgreichen Buchautorin, und wiederholt sich jetzt bei Wolfgang Ambros.

Geistiges Niveau einer Miss-Wahl

So wie es bei einer Miss-Wahl dazugehört, für den „Weltfrieden“ zu sein, ist es in unseren Breitengraden für alle „Promis“ und „Möchte-Gern-Promis“ obligatorisch, sich im „Kampf gegen Rechts“ zu engagieren. Zu dieser gutmenschlichen Lebenseinstellung gesellt sich aber noch ein zweiter, handfester Grund:

Pures Kalkül

Künstler leben von ihrer Präsenz in den Medien. Kommen sie nicht in den Schlagzeilen vor, denkt niemand an sie. Wenn niemand an sie denkt, kauft niemand ihre Lieder, sieht niemand ihre Filme, besucht niemand ihre Auftritte. Wenn niemand an sie denkt, sind sie nicht mehr prominent. Sie werden dann nicht interviewt und bekommen auch keine Werbeaufträge mehr. Kurzum: Erfolgreiche Künstler, Sportler und „Adabeis“ brauchen die Öffentlichkeit. „Publicity“ ist das, was ihre Welt zusammenhält.

In diesem Punkt unterscheiden sich diese Personen kaum von Politikern. Ein Politiker, gleich welcher Partei, tut sich schwer gewählt zu werden, wenn er in den Medien nicht vorkommt.

Perfektes Zusammenspiel

Die „Berichterstattung“ rund um Wolfgang Ambros gleicht einem langweiligen Tennisspiel, bei dem die Spieler nicht gegeneinander spielen, sondern sich die Bälle gegenseitig zuschupfen: Ambros sagt etwas, die Medien verbreiten es, die FPÖ antwortet, die Medien verbreiten es, „Experten“ melden sich zu Wort, die Medien verbreiten es …

Lauter Gewinner

So gesehen profitieren alle von diesem Spiel: Wolfgang Ambros schafft es ohne großartigen Aufwand wieder in alle Medien. Sein über 40 Jahre alter Hit „Schifoan“ ist zumindest in den „i-tunes“-Charts in Österreich auf Platz eins. Christian Hafenecker, FPÖ-Generalsekretär, schafft es erstmal breitenwirksam in die Öffentlichkeit. Trotz Regierungsbeteiligung kann er seine Partei als „anti-Establishment“ präsentieren. Die Medien können trotz Sommerloch mit diesem aufgebauschten „Skandal“ ihre Seiten füllen und ihre Mär von den bösen Rechten wiederholen.

Selbst der SPÖ gelingt es bei diesem völlig belanglosen Thema auf den Zug aufzuspringen und ein paar „Likes“ auf Facebook abzustauben. Freilich macht der rote Bundesgeschäftsführer, Max Lercher, auch dabei einen Fehler. Er wirft der FPÖ nämlich vor, für den Hass, der dem armen Wolferl Ambros jetzt angeblich entgegenschlägt, verantwortlich zu sein. Im Umkehrschluss würde das bedeuten, dass auch die SPÖ dafür Verantwortung trägt, wenn die von ihr unterstützten Antifaschisten und Migranten tatsächliche Schaden anrichten. Davon werden wir in den Mainstream-Medien allerdings nichts lesen …

Wenn Sie, lieber Leser, durch diesen Artikel auf Info-DIREKT aufmerksam wurden und nun gerne das Printmagazin Info-DIREKT lesen möchten und es deshalb abonnieren, profitiert auch unser ehrenamtliches Medienprojekt von der inszenierten Aufregung rund um Wolfgang Ambros. 

Genießen Sie den Sommer,
Ihr Michael Scharfmüller