Nicht schon wieder: 115 Einwanderer entern Grenzzaun

Spanischer Grenzzaun bei Ceuta
Bild spanischer Grenzzaun bei Ceuta: Von Xemenendura - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, Link; Warnschild: pixabay; Bildkomposition: Info-DIREKT

In der spanischen Nordafrika-Enklave Ceuta kam es neuerlich zu einem Ansturm auf die Grenze. 115 Einwanderer überwanden am Mittwochmorgen die Grenze zwischen Marokko und Spanien.

Von Alexander Markovics

Bei der Überwindung des 6 Meter hohen Grenzzaunes wurden 7 Polizisten durch Brennkalk verletzt. Die spanische Polizei konnte 185 Afrikaner stoppen. Mehrere Einwanderer hatten den Zaun mit Scheren durchschnitten. Viele erlitten Schnittwunden. Ein Polizist musste aufgrund seiner Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert werden.


Bereits zweiter Angriff innerhalb kürzester Zeit

Bei dem Angriff handelt es sich bereits um den zweiten Grenzsturm innerhalb kürzester Zeit: Bereits am 26. Juli überwanden 600 Afrikaner den Grenzzaun. Damals wurden die Sicherheitskräfte mit Flammenwerfern und Brennkalk attackiert. Die nachfolgenden Bilder, die überraschte Touristen beim Nacktbaden zeigten, gingen um die Welt.

Die spanischen Enklaven in Nordafrika – Einfallstore nach Europa

Bei der Stadt Ceuta handelt es sich um eine spanische Enklave in Nordafrika. Neben der direkt an der Straße von Gibraltar gelegenen Stadt besteht auch noch Melilla als weitere Enklave 250km östlich davon. Die Stadt befindet sich bereits seit 1580 in spanischem Besitz.

Zehntausende Afrikaner wollen hier nach Europa

Zehntausende Schwarzafrikaner aus Gebieten südlich der Sahara warten darauf, über die Enklaven nach Europa zu gelangen. Die westliche Mittelmeerroute über Marokko wird immer beliebter. Auch die Balkanroute seither stärker bewacht. Die Einwanderung über Italien wurde dank der Politik der neuen italienischen Regierung fast unmöglich gemacht. 

Eine entschlossene Politik zur Abwehr fehlt – von spanischer und europäischer Seite

Eine entschlossene Politik zur Abwehr von Einwanderern fehlt bis heute komplett. Sowohl von spanischer, als auch von europäischer Seite. Nachdem Spanien noch unter der konservativen Regierung Rajoy die Flüchtlingsinvasion erfolgreich bekämpft hatte, warf die derzeitige Regierung Sanchez alle bisherigen Maßnahmen um. Höhepunkt dieser „Refugees welcome!“ Politik war ein Abkommen Ende Juni mit Deutschland zur Rücknahme von Einwanderern, welche bereits in Spanien einen Asylantrag gestellt hatten.

Offene Grenzen töten und gefährden die Zukunft Europas

Spanien ist also neben Frankreich ein weiteres Beispiel für das Dilemma der Politik der Offenen Grenzen. Ihre Aufrechterhaltung gefährdet nicht nur das Leben der Sicherheitskräfte, sondern auch die Zukunft Europas. Das haben zahlreiche Einzelfälle bereits in der Vergangenheit bewiesen. Nur eine resolute Grenzpolitik gepaart mit einem Ende des westlichen (Wirtschafts-) Imperialismus in Afrika können diese Invasion aufhalten.

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