Schule wirft Burschen hinaus, weil ihre Mutter nicht „links“ ist

Bild: Info-DIREKT

Die Autorin Caroline Sommerfeld vertritt politische Ansichten, die dem Vorstand an der Schule ihrer Kinder offensichtlich nicht ins Konzept passten. Ihre beiden Söhne mussten die Schule verlassen. Auf einer Demonstration vor dem Schulgebäude zeigten sich auch andere Eltern und Schüler solidarisch mit Sommerfeld.

Formal klingt das Konzept der sogenannten „Waldorfschulen“ durchaus einladend. Die Urteilsfähigkeit der Heranwachsenden soll gefördert und ein freier Verstand herausgebildet werden. Praktisch hält man sich aber offensichtlich nur dann an die eigenen Grundsätze, wenn davon auszugehen ist, dass der Verstand sich auch in die gewünschte Richtung entwickelt.

Kinder haften für ihre Eltern

Im Falle Caroline Sommerfelds wurde sogar astreine Sippenhaftung praktiziert! Die Schulleitung sah die Publikationen der bekannten Autorin als unvereinbar mit den Waldorf – Grundsätzen an. Daher wurden ihre Söhne nun kurzerhand aus der Schule entlassen.

Konservativ, aber keinesfalls extremistisch

Einer breiteren Öffentlichkeit wurde Sommerfeld durch ihr Buch „Mit Linken leben“ bekannt, welches sie gemeinsam mit Martin Lichtmesz schrieb. Des Weiteren publiziert die promovierte Philosophin ihre Beiträge regelmäßig in der Sezession. Auch ein anregendes Gespräch mit dem Chef der Identitären, Martin Sellner, ist auf dessen Youtube – Kanal abrufbar.

Aus ihren Schriften ist eine klar konservative Philosophie herauszulesen, die aber in keinem Punkt auch nur ansatzweise „extremistisch“ anmutet. Dennoch sah sich die Schulleitung offenbar zu einem radikalen Schritt gezwungen.

Schöne Sommerferien: Kündigung am letzten Schultag

Am letzten Schultag vor den Sommerferien wurde die Kündigung übergeben. Plötzlich standen die beiden Söhne Sommerfelds, acht und zwölf Jahre alt, ohne Schule da. Ohne jede Ahnung, wohin sie im kommenden Semester gehen sollten.

„Unsere Grundsätze richten sich explizit gegen Leute wie Sie“

Besonders skurril war der Versuch der Schulleitung, Sommerfeld zum Unterschreiben einer Erklärung zu nötigen. In der sogenannten „Wiener Erklärung“ sind die Grundsätze festgehalten, an denen sich das Schulkonzept orientiert. Sommerfeld war sogar dazu bereit, fragte vorher aber nach, ob ihre Kinder dann an der Schule bleiben dürften. Die dreiste Antwort: Nein.

„Sie meinten, sie würden mir auch nach der Unterschrift nicht glauben. Sie begründeten das damit, dass sich die Grundsatzerklärung ja explizit gegen Leute wie mich richte.“

Eltern und Schüler demonstrieren gegen Vorstand

Vergangenen Montag versammelten sich auch andere Eltern und Schüler vor der Schule, um gegen das skandalöse Vorgehen des Vorstandes zu demonstrieren. Teils aus Solidarität, teils, weil sie selbst betroffen sind. Eine Mutter hat ihr Kind freiwillig von der Schule genommen, weil sie die brutale Vorgehensweise der Leitung betroffen machte:

„Wenn man das zwei Monate im Voraus angekündigt hätte, wäre es die eine Sache. Aber eine Kündigung am letzten Schultag? Ohne Eltern, Schüler oder Lehrer vorab zu informieren? Das ist so widerlich! Ich möchte nicht, dass mein Kind unter solchen Menschen aufwächst!“

Eine ausführlichere Reportage zum Thema lesen Sie in der kommenden Printausgabe von Info-DIREKT. Auf telefonische Nachfrage verweigerte die Schule eine Stellungnahme. Sollte eine schriftliche Anfrage beantwortet werden, fließt diese in die Reportage ein.

Gefordert wird der Rücktritt des Vorstandes.

Vor allem Schüler leiden unter der Willkür.

 

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