1683: „Lässt man die Grenzen schutzlos, steht das Reich in Flammen“

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Am 12. September ist es 335 Jahre her, dass Österreicher, Deutsche und Polen in der Schlacht am Kahlenberg zusammen standen, um die Osmanen vernichtend zu schlagen. Die Plattform „Gedenken 1683“ hat zu diesem Anlass einen Gedenkmarsch organisiert. Klar im Vordergrund stand dabei das Gedenken an die historischen Ereignisse und den Mut der Ahnen. Schlussredner Thor von Waldstein jedoch ging auch mit heutigen Machthabern schonungslos ins Gericht.

Von Friedrich Langberg

Die Zusammenkunft war für 18:30 bei der Josefskirche am Kahlenberg angesetzt. Von dort brach man zu Fuß auf den Leopoldsberg auf. Unterwegs wurde an mehreren Stationen halt gemacht, um die Geschichte der Türkenbelagerung sowie historische Dokumente zu verlesen. Vor dem Aufbruch wendeten sich Gäste aus mehreren europäischen Ländern an die mindestens 300 versammelten Teilnehmer.

Ehre, wem Ehre gebührt: Den Verteidigern Wiens

Ein junger Slowene berichtete vom osmanischen Joch, das im Geschichtsbewusstsein seines Landes tief verankert ist. 300.000 Menschen wurden vom heutigen Staatsgebiet verschleppt, versklavt, vergewaltigt und ermordet. Ein Besucher aus Ungarn, welches ein ähnliches Schicksal erlitten hatte, verweist auf die Einigkeit weiter Teile Europas, die seine Heimat von der Schmach der osmanischen Besatzung befreit hatte. Sich in diesen Kontext fügend meinte ein Besucher aus Deutschland angelehnt an Bismarck:

Wenn die Europäer zusammenstehen, jagen sie selbst den Teufel aus der Hölle.

Ein in Wien lebender Pole verwies mit einem gewissen stolz darauf, dass erste Schritte in diese Richtung bereits unternommen sind:

Ich komme aus einem Land, das die liberalen europäischen Eliten seit mindestens drei Jahren in den Wahnsinn treibt. Gedenken wir unserer Ahnen und fassen gemeinsam daraus Mut! Ehre, wem Ehre gebührt: Den Verteidigern Wiens!

SPÖ lehnte genehmigtes und fertiggestelltes Denkmal nachträglich ab

Die erste Station des Marsches war ein Sockel, der eigentlich für ein Denkmal des polnischen Königs Jan Sobieski errichtet wurde. Er war es, dem der Sieg in der Schlacht am Kahlenberg zu verdanken war.

Die Stadt Wien hat ein bereits 2013 genehmigtes Denkmal 2017 nachträglich abgelehnt. Angenommen werden natürlich politische Hintergründe: Das rot geführte Wien wolle seine türkischen Wähler nicht verstören und lehne das Denkmal daher als „unzeitgemäß“ ab – wobei sich die Frage stellt, ob ein Denkmal nicht per Definition „unzeitgemäß“ ist.

Die Teilnehmer des Marsches jedenfalls brachten mit einem Banner mit der Aufschrift „Pro Sobieski“ ihr Anliegen zum Ausdruck, das Denkmal möge aufgestellt werden, wo es der Planung nach hingehört.

„Dieser EU-Moloch ist nicht das letzte Wort der Geschichte!“

Nach zwei weiteren Stationen, an denen unter anderem die schaurige Kriegserklärung Sultan Mehmeds des IV an die Herrscher Europas verlesen wurde, war man gegen 21 Uhr am Leopoldsberg angekommen. Dort hielt der Überraschungsgast, der Anwalt und Autor Thor von Waldstein, die letzte Rede des Abends.

Er mahnte die Erinnerung an eine überlieferte Mahnung ein, welche aktueller nicht sein könnte:

Lässt man die Grenzen schutzlos, geht das Reich in Flammen auf!

Auch heute sei Europa wieder bedroht durch Überfremdung und Islamisierung. Anders als damals jedoch stünden wir nicht nur äußeren, sondern auch inneren Feinden gegenüber. Etwa der „größten Fremdenführerin Europas“. Oder den „Moral-Schamanen des Westens“, die uns den „eigenen ethnischen Ausverkauf als Menschheitsbeglückung verkaufen wollen“.

Aber, ist von Waldstein überzeugt:

Dieser EU-Moloch ist nicht das letzte Wort der Geschichte.

Wir brauchen, so von Waldstein, nur zu tun, was auch unsere Ahnen dereinst getan haben: Zusammenhalten. Dann kann die dekadente Elite gestürzt werden, mitsamt ihren wichtigsten Erfüllungsgehilfen – den Medien.

Ein Interview mit dem Sprecher der Plattform „Gedenken 1683“ , Philipp Huemer, finden Sie hier.

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