Müller Mault: Über rote Systembonzen mit Revoluzzer-Komplex

Bild: Rendi-Wagner: © Parlamentsdirektion / PHOTO SIMONIS; Kern: SPÖ Presse und Kommunikation via flickr; Hintergrund: pxhere; Bildkomposition: Info-DIREKT (FL)

Man kann sie einfach nicht ernst nehmen, die roten Genossen vom Schlage eines Martin Schulz. Solche, die in Brüssel oder den eigenen Parlamenten zigtausende Euro kassieren, um sich dann rhetorisch in die schmutzigen Reihen der tatsächlichen Arbeiter einzureihen und von „sozialer Gerechtigkeit“ fabulieren.

In Österreich kann man zur Zeit wieder die äußerst ausgefeilten Taktiken der Sozialisten beobachten. Die ehemalige Monarchin der SPÖ, Prinzessin von und zu soziale Gerechtigkeit, Christian Kern, wirft das Handtuch. Wohl um sich wieder vermehrt seiner Tätigkeit als „Top-Manager“ zu widmen, oder vielleicht doch als Pizzalieferant? Der aalglatte Großverdiener machte schon auf den ersten Blick den Eindruck, eine Gebrauchsanweisung für einen Hammer zu benötigen. Gott sei Dank erspart es ihm sein Einkommen, sich Möbel von IKEA selbst zusammenbauen zu müssen.

Eigentlich der perfekte Kandidat für die „Arbeiterpartei“. Da dieser aber leider nicht mehr zur Verfügung steht, macht man bei der SPÖ die Not zur Tugend und fährt eine noch vielversprechendere Kandidatin auf.


Hauptsache kein Mann

Vorhang auf für Joy Pamela Rendi-Wagner. Ein Traum für jeden echten Roten. Da stimmt einfach alles. Joy Pamela fährt nicht nur mit stilsicherem Kurzhaarschnitt und arbeiterschichtnahem Businesskostüm auf. Nein. Geadelt wird sie dadurch, keine männlichen Geschlechtsmerkmale zu besitzen. Ein Umstand, der in Zeiten der „geschlechterneutralen“ Einstellungspolitik immer ein Vorteil ist und auch entsprechend beworben wird. Das liebt die einfache Arbeiterschicht. Und bei den Sozialisten weiß man ganz oben eben ganz genau, was sich die da unten wünschen. Wie würde man sich sonst die fulminanten Wahlsiege erklären?

„Soziale Gerechtigkeit“ – Das politische Geschäftsmodell der Avantgarde

Aber im Ernst. Ich kenne die Frau nicht. Und es liegt mir fern, sie für ihren Erfolg zu kritisieren. Ganz im Gegenteil. Aber sie und ihresgleichen sind symptomatisch Sozialisten, die nicht verstanden haben, dass sie längst zur Avantgarde geworden sind. Der Marsch durch die Institutionen war ein voller Erfolg. Die 68er-Rebellen und ihre geistigen Nachkommen, sie sind ganz oben angekommen. Die Hausbesetzer, Demonstranten und Steineschmeißer von Einst sind heute Politiker, Konzernchefs, pragmatisierte Beamte, Lehrer, Medienmacher und Manager.

Und gerade für ihre politische Fraktion ist soziale Gerechtigkeit längst zu einem Geschäftsmodell geworden. Der Ruf nach Vermögensumverteilung wird im eigenen Kopf sauber vom eigenen Verdienst und dem Haus in der Vorstadt getrennt. Und die Kinder werden in Privatschulen gesteckt, damit auch sie einmal erfolgreich für die klassenlose Gesellschaft kämpfen können.

Historische Konstante in der SPÖ: Weltfremde Arroganz

Nur eines ist wirklich geblieben. Die arrogante Überzeugung, dass man selbst (als besserer Mensch) für die Belange der Arbeiterschicht eintreten muss, weil diese selbst zu dumm ist zu erkennen, was zu ihrem Besten ist. Immer noch wählt man bei den Sozialdemokraten Anführer aus best-bürgerlichen Häusern, um die Arbeiterschaft zu vertreten.

Ohne dieses Erfolgssystem hätte man wichtige Durchbrüche der Arbeiterschaft niemals erzielt. Zum Beispiel die Flutung des Landes mit hunderttausenden minderqualifizierten Personen, die, wenn überhaupt, nur im Niedriglohnsektor angesiedelt werden können. Oder massenweise Ansiedelung von teils Kriminellen Migranten in Arbeitervierteln. Naja, irgendwo muss man die Proletarier aller Länder ja vereinigen. Und in den Bobovierteln würde das einfach nicht so gut funktionieren.

Wer die Welt rettet, darf sich schon was gönnen

So parkt der bessergestellte Sozialist seinen Tesla in seiner bewachten Wohnanlage. Nicht nur in dem Wissen, die Umwelt zu schonen. Auch mit der Gewissheit, noch immer mit jeder Faser seines Körpers für die Armen und Entrechteten einzutreten. Weil diese ja selbst nicht wissen, was sie eigentlich wollen. Dafür, das zu wissen, ist ja der Sozialist da. Diese wichtige Aufgabe rechtfertigt dann auch die paar Extras, die er sich gönnt.

Passen Sie auf Ihren Kopf auf!

Müller

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