Rapper Bushido beschimpft AfD Wähler von 9/11 – Gedenkstätte aus

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Diesen Sonntag wählt das deutsche Bundesland Hessen einen neuen Landtag. Wie vor kurzem in Bayern werden den einstigen „Großparteien“ SPD und CDU auch diesmal herbe Verluste prophezeit. Keine Seltenheit im Vorfeld von Wahlen ist, dass Prominente ihre Reichweite zur Verbreitung ihrer Ansichten nutzen. Dazu sah sich nun auch Rapper Bushido genötigt.

Von Friedrich Langberg

Botschaft an AfD Wähler aus 9/11 Gedenkstätte – eine versteckte Drohung?

Direkt vom Ground Zero, der 9/11 – Gedenkstätte in New York, wendete er sich via Video – Botschaft an seine Zuhörer. Die Wortwahl, derer er sich dabei bediente, ist der Aufnahmefähigkeit seines Publikums angemessen:

Tut mir einen Gefallen. Wenn ihr wählen geht, wählt bitte nicht die AfD. So eine Penner-Partei verdient auf jeden Fall keine Stimme.

Er beendet sein Statement mit einem nicht gerade versöhnlich klingenden Zugehen auf jene, die seiner Bitte zuwiderhandeln:

Und an alle Leute, die die AfD wählen: Fickt euch. Ihr seid richtig verkackte Idioten. Richtige Opfer.

Auch Grünen – Chefin in Liedern erschossen

Nun kann man sich fragen, welche politischen Motive Bushido zu dieser Ansage verleiten. Ist er etwa ein Linker, der sich für mehr ÖKO-Strom und vegane Ernährung starkmacht? Dem steht eine frühere Aussage entgegen, die er der deutschen Grünen-Chefin einst über ein Lied übermittelte:

Ich schieß auf Claudia Roth und sie kriegt Löcher wie ein Golfplatz.

Bushido spielt offen mit Symbolen des Islamismus und Terrorismus

Die Wurzeln seiner Feindseligkeit gegenüber der AfD dürften einer ganz anderen weltanschaulichen Verortung geschuldet sein. Nicht selten spielt der Rapper mit Stilmitteln des Islamismus. Für sein Album „Sonny Black“ etwa ließ er sich als Osama Bin Laden abbilden. Liedtitel wie „Osama Flow“, „Messerstecherei“ und „Baseballschläger“ machen relativ deutlich, welche Klientel angesprochen werden soll.

Auch in diesem Lied behauptet Bushido, ein Poster Bin Ladens an der Wand zu haben. Während er solche Zeilen zum Besten gibt, schlitzt er eine ganze Mannschaft an Polizisten mit einem Schwert auf.

Übrigens: Nach den Anschlägen auf Charlie Hebdo 2015 postete er Bild von sich mit einem „Paris“ – T-Shirt unter der Überschrift „Bald geht`s wieder rund.“

Deutsches Establishment ehrt und feiert diesen Mann

Problematisch sind nicht nur die Inhalte an sich. Problematisch ist auch, wie Politik und Gesellschaft auf diese Ausritte reagieren. 2011 wurde der Mann allen Ernstes mit dem „Bambi“ für Integration geehrt. Ein Jahr darauf gewährte ihm der CDU – Abgeordnete Christian Freiherr sogar ein Praktikum im deutschen Bundestag. Ein Abgeordneter jener Merkel-Partei also, welche den Wahnsinn von 2015 zu verantworten hat.

Auch Schwerkriminelle sind im Recht, wenn sie die AfD bekämpfen

Die deutsche High-Society hofiert also einen Musiker, der die Ermordung von Politikern besingt und in Videos Polizisten aufschlitzt. Auch jenseits der Bühne machte er übrigens kein Geheimnis aus seiner bisherigen Nähe zu schwerkriminellen Araber-Clans. Im Kampf gegen die AfD ist dem politischen Establishment offenbar kein Mitstreiter zu minder.

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