Masseneinwanderung: Japan will 345.000 Ausländer ins Land holen

Arbeitsbesuch Mazedonien Dragan Tatic / Bundesministerium für Europa, Integration und Äusseres [CC BY 2.0], via Wikimedia Commons; Taro Kono in Washington Jim Mattis [Public domain], via Wikimedia Commons; Japanische Fahne Various [Public domain], via Wikimedia Commons; Bildkomposition von Info-DIREKT

Die rechtskonservative Regierung Japans will in den kommenden fünf Jahren 345.000 Ausländer ins Land holen. Dazu hat sie ein neues Einwanderungsgesetz beschlossen, mit dem der Arbeitsmarkt gestärkt werden soll. Mit dem neuen Gesetz schwört der Inselstaat seiner restriktiven Einwanderungspolitik ab und macht den ersten Schritt zum Multikultistaat. 

Von Alexander Markovics

Masseneinwanderung um „alternder Gesellschaft zu helfen“

Gegen den heftigen Widerstand der Opposition lässt die Regierung eine Revision des Einwanderungsgesetzes beschließen. Alleine 2019 sollen durch das Gesetz 47.500 Arbeiter ins Land geholt werden. Innerhalb von fünf Jahren sollen nach den Plänen der Regierung 345.000 Einwanderer nach Japan geholt werden. Die Masseneinwanderung soll laut Regierung der stark alternden Bevölkerung helfen, welche jedes Jahr um 500.000 Menschen zurückgeht.

Einwanderung in den Arbeitsmarkt, Zahl ausländischer Arbeitskräfte hat sich seit 2012 verdoppelt

Die Einwanderung in den Arbeitsmarkt soll den akuten Arbeitskräftemangel in Japan beheben. In der Bau- und Landwirtschaft, Altenpflege sowie Gastronomie sucht die japanische Wirtschaft händeringend nach zusätzlichen Arbeitskräften. Seit 2012 hat sich die Zahl der ausländischen Arbeitskräfte in Japan von 680.000 auf 1,28 Millionen beinahe verdoppelt.

Globalistische Einwanderungslobby setzt sich auch in Japan durch

Als eine der Schlüsselfiguren bei dem Kurswechsel in der japanischen Einwanderungspolitik gilt Außenminister Taro Kono. Während Kono im Kabinett Shinzo Abe III für eine enge Bindung an die USA, Freihandel und Kampf gegen den Klimawandel eintritt gilt er auch als Befürworter von Masseneinwanderung zur Lösung des Arbeitslräftemangels. Damit dürfte sich Taro Kono gegenüber Premier Shinzo Abe durchgesetzt haben, der noch Ende 2017 eine schrumpfende Wirtschaft und Bevölkerung gegenüber Masseneinwanderung vorgezogen hatte.

Mit Multikultipropaganda für Masseneinwanderung werben

Bereits auf dem Weltwirtschaftsform im Jänner dieses Jahres trat Kono mit seinen Forderungen an die Internationale Öffentlichkeit. Dabei bezeichnete er durch Einwanderung erzeugte „Vielfalt“ als etwas Gutes und nannte die Tennisspielerin gemischter Herkunft Naomi Osaka als Beispiel für die positive Auswirkung von Masseneinwanderung.

Masseneinwanderung kann niemals eine Lösung für unsere Probleme sein!

Doch wie wir Europäer aus eigener tragischer Erfahrung wissen, kann Masseneinwanderung niemals eine Lösung für wirtschaftliche und demographische Probleme sein. Nur durch eine Förderung einheimischer Familien, eine Erhöhung der Löhne in Mangelberufen und eine Ausbildungsoffensive für diese kann dem Problem begegnet werden. Es bleibt daher zu hoffen, dass die japanische Opposition und das Volk dieser Entwicklung entgegentreten werden. Zurufen für mehr Masseneinwanderung aus der Wirtschaft und globalistischen Kreisen kann man nur dadurch begegnen, dass man diese auf die Plätze verweist!

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