Ungarn: Aufstand gegen Orbans‘ „Sklavengesetz“ oder Farbrevolution?

Proteste 2017 Ungarn und EU-Fahne kombiniert Syp [CC0], from Wikimedia Commons; Viktor Orban European People's Party [CC BY 2.0], via Wikimedia Commons; Bildkomposition von Info-DIREKT

Westliche Mainstreammedien berichten seit einer Woche über die anhalten Proteste der ungarischen Opposition in Budapest. Angeblich würden Massen gegen ein arbeitnehmerfeindliches „Sklavengesetz“ demonstrieren. Doch in Wahrheit handelt es sich beim Gesetz um eine Anti-Einwanderungsmaßnahme und bei den Protesten um eine globalistische Farbrevolution. 

Von Alexander Markovics

Die „liberale Opposition“ Ungarns – mit Gewalt gegen das „Sklavengesetz“…

Am 12.12.2018 wurde im ungarischen Parlament ein neues Arbeitsgesetz angenommen, welches die Anzahl der legalen Überstunden pro auf 250 bis 400 erhöhte. Von Anfang an lief die liberale und den EU-Eliten in Brüssel nahestehende Opposition zu einer Demonstration am selben Tag auf. Bei den anschließenden Demonstrationen kam es zu massiver Gewalt seitens der Demonstranten gegen die Polizei. Dabei wurden mehrere Polizisten verletzt und die Straßenausstattung demoliert. Zwischenzeitlich besetzen Oppositionelle einen Fernsehsender der Regierung um ihre Maßnahmen zu verlesen, wurden aber schließlich aus dem Gebäude entfernt.

… und einen Christbaum

Auch der Christbaum und die Kinderschlitten vor dem Parlament wurden angegriffen, konnten aber von der Polizei vor den Demonstranten gerettet werden – sehen so „demokratische Demonstrationen“ aus? Ist das versuchte Anzünden von Weihnachtsbäumen seit neuestem ein mutiger Einsatz für eine offene Gesellschaft? Westliche Medien schwiegen dazu und feierten die Proteste als „Anfang von Ende der Regierung Orban“. 

„Sklavengesetz“ oder Anti-Einwanderungs-Maßnahme?

Von Anfang an transportierte die Opposition ein falsches Bild des neuen Gesetzes. Dieses schreibt Angestellten keinesfalls unbezahlte Überstunden vor, sondern erhöht lediglich die Zahl der bezahlten Überstunden pro Jahr. Die einzige Alternative dazu wäre die Masseneinwanderung von Ausländern nach Ungarn, um billige Arbeitskräfte zur Verfügung zu haben (Modell Westeuropa), die massive Erhöhung der Arbeitszeiten auf 60 Stunden pro Woche (Modell Österreich) oder eine radikale Anhebung des Pensionsantrittsalters (Modell Russland).

Nicht „Ungarns Gelbwesten“, sondern die nützlichen Idioten George Soros

Betrachtet man nicht nur die offiziellen Photos der ungarischen Opposition, sondern auch Aufnahmen aus dritter Perspektive, merkt man schnell, dass es sich bei den Protesten mit ein paar hundert bis maximal tausend Teilnehmern um keinen Volksaufstand, sondern um von Außen angefachten Protest handelt. Der Gipfel der Ironie ist schließlich, dass Orbans Vorgänger und Chef der Demokratischen Koalition, welche draußen demonstrierte, Ferenc Gyurcsány im Parlament für den Gesetzesentwurf stimmte.

Auch ehemals patriotische Jobbik bei Protesten dabei – amerikanische und israelische Einflussnahme auf europäische Patrioten

Das sich auch die ehemals patriotische, mittlerweile nach Israel und die USA blickende, Jobbik sich diesem westlichen Schauspiel anschließt, ist traurig und bezeichnend. Es beweist, dass globalistische Kreise in den USA und Israel weiterhin erfolgreich dabei sind, patriotische Parteien in ihrem Sinne „umzudrehen“.

Applaus aus Brüssel für inszenierte Demonstrationen

Auch die Unterstützung prominenter liberaler EU-Politiker wie Guy Verhofstadt zeigt, dass Medien und Politik in Westeuropa nach 2015 wiederholt eine alternative Realität zu zeichnen versuchen, in der Orbans Ungarn wegen seiner antiliberalen Einwanderungs- und Arbeitsmarktpolitik angegriffen wird. In diesem Zusammenhang liegt der russische Politikwissenschaftler Andrew Korybko vollkommen richtig, wenn er nicht von einem „Sklaven-„, sondern einem Anti-Einwanderungsgesetz Ungarns spricht.

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